Das Grünland und seine Bewirtschaftung waren der Schwerpunkt der diesjährigen „Foire agricole“. Die dreitägige Messe und größte Freilandausstellung Luxemburgs lockte wieder viele Besucher nach Ettelbrück.

Von Olivier Halmes (Text und Fotos), Frank Göbel (Text) und Tania Feller (Fotos)

Knackt die Messe dieses Jahr den Rekord von 37.400 Zuschauern? Sprecher Michel Santer kann es am Sonntagnachmittag zwar noch nicht sagen, aber es sieht gut aus: “Heute Morgen stand der Zähler über 21.000 – und der Sonntag ist normalerweise der stärkste Tag!”

Dabei sei es sofort gut losgegangen mit dem Freitag, der typischerweise den Schulklassen gehört: Die Messe empfängt jedes Jahr rund 3.000 Schüler. Die können auf dem weiten Gelände dann nicht nur putzige Tiere und beeindruckende Maschinen aus der Nähe erleben, sondern über viele Workshops einen ungewöhnlichen Unterricht mitmachen.

Dieses Jahr wurden 59 Workshops angeboten. Manche davon waren ganz lokal verwurzelt (“Traumberuf Landwirt”), andere hatten exotischere Inhalte (“Afrikanischer Gesang und Tanz”).

Rugbymannschaft gegen Ardennerpferd

Schwerpunkt der Messe war dieses Jahr das Grünland, das mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Luxemburg einnimmt: Auf 64.000 Hektar tummeln sich knapp 200.000 Rindviecher. Grund genug, diesen landwirtschaftlichen Makrokosmos einmal ins Zentrum des Geschehens der traditionsreichen Messe zu stellen.

Über den Ausschnitt einer tiefen Grube wurden die verschiedenen Bodenschichten sichtbar gemacht. Ein Versuchsfeld mit diversen Pflanzensorten einer typischen Weidefläche wurde angelegt. Auch wurde gezeigt, wie Regen besser in den Boden gelangen kann oder welche Möglichkeiten es gibt, um auf Pestizide verzichten zu können.

Ohnehin waren die Biolandwirtschaft und der Klimaschutz hier wichtige Themen – wobei die erstmalige Verkostung des 2018er-Weins aus Luxemburg durch acht Winzer gezeigt hat, dass das Dürre-Leid des einen die Freude eines anderen sein kann. Programmpunkte wie ein Duell Rugbymannschaft gegen Ardennerpferd sorgten dazu für spannende und manchmal etwas kuriose Unterhaltung.

1 Kommentar

  1. Ja fantastisch.
    2000 Hobbybauern werden von uns und der EU unterstützt um zu wursteln wie ihre Großväter.
    Und dann haben die noch ihr eigenes Ministerium.
    Jedes Risiko wird von ihnen ferngehalten, sei es jetzt Wetter oder Unwetter oder sonst was, immer wird geholfen.
    Keine andere Berufsgruppe ist so geschützt, nicht mal Notare und Apotheker.
    Dabei wäre es viel besser für das Land wenn der Großteil bankrott gehen würde.

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