Die Trainingspläne neigen sich dem Ende zu, die Nervosität steigt: In elf Tagen werden 16.000 Läufer beim 14. ING Night Marathon an den Start gehen. Das Mammut-Event verspricht sowohl für Athleten als auch für die erwarteten 100.000 Zuschauer wieder ein farbenfrohes Fest in den Abendstunden des 1. Juni zu werden.

Von wegen Routine: “Wir hatten in den 14 Jahren noch nie so viele Schwierigkeiten, uns auf eine Streckenführung zu einigen.” Organisator Erich François haben die etlichen Baustellen in der Hauptstadt bis zuletzt enorme Sorgen bereitet. Er selbst hatte das Marathon-Projekt 2005 in der Hauptstadt ins Leben gerufen, zusammen mit dem hauptstädtischen Leichtathletikclub CSL und der Ville de Luxembourg. Die Erfolgsgeschichte ist bekannt, das Organisationsteam noch nicht müde: Der große Traum des deutschen Laufevent-Spezialisten ist es, in Zukunft 20.000 Athleten auf die Strecke zu schicken. Für die 14. Ausgabe bleibt es, wie 2018, bei 16.000 “Dossards”.

Freibier und Schleusen

Zum ersten Mal führt der Parcours diesmal über Tram-Schleusen auf dem Kirchberg. “Es wird dadurch niemand einen Meter mehr laufen müssen”, sagte François lachend. Gleichzeitig betonte er, dass die Athleten keine Zwangspausen dort einlegen müssen. Die Tram wird während des gesamten Abends weiter die Haltestellen zwischen der Luxexpo und der Station “Funiculaire” bedienen, lediglich zwischen der “Stäreplaz” und der “Rout Bréck” wird der Transport ab 17.45 Uhr unterbrochen.

Über 4.000 Zuschauer können sich die Sportler traditionell in der “Péitruss”, dem sogenannten “Light Village”, freuen. Bei diesem schweren Abschnitt (Kilometer 30 des Marathons) werden Fackelläufer die Athleten über einen Kilometer begleiten können. Aufgrund der Arbeiten beim Bahnhof werden die Marathonis nicht über die “Passerelle”, sondern über den “Pont Adolphe” zurück auf den Kirchberg geleitet.

Weitere Hotspots

Wer es dann wiederum entlang der Samba-Klänge (50 Musik-Spots sind programmiert) und der Tausenden klatschenden Hände über die “Rout Bréck” geschafft hat, kann sich bereits vor der Philharmonie über ein gekühltes Bier freuen: Das Freibier für die Läufer ist eine der Neuerungen, die gestern auf der Pressekonferenz vorgestellt wurden. Während bei den früheren Ausgaben die “Gëlle Fra”, das Petruss-Tal, der Glacis und der Knuedler als zentrale Aussichtspunkte für die Zuschauer zählten, ist 2019 neben der Philharmonie ein weiterer Hotspot vor der Coque vorgesehen.

Nach 42 Kilometern quer durch die Hauptstadt werden die ersten Topstars zwei Stunden nach dem Start wieder in der Luxexpo erwartet. Für alle andern gilt: “Genießen! Luxemburg ist ein Marathon für Genießer mit einer Genießerstrecke”, sagte François.

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