Wegen eines massiven Erdbebens vor der Küste von Südmexiko besteht nach Angaben des US-Tsunami-Warnsystems eine potenzielle Tsunamigefahr für mehrere zentralamerikanische Länder.

Das Beben ereignete sich am Donnerstagabend (Ortszeit). Es hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 8,4. Sein Epizentrum lag 165 Kilometer westlich von Tapachula im südmexikanischen Staat Chiapas, nicht weit von Guatemala. Es habe eine Tiefe von 35 Kilometern gehabt.

Das US-Tsunami-Warnsystem teilte mit, innerhalb der nächsten drei Stunden seien an den Pazifikküsten von Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras und Ecuador gefährliche Tsunamiwellen möglich. Für die Westküste der USA bestand keine Tsunamigefahr.

Das Beben war so stark, dass verängstigte Bewohner in der mexikanischen Hauptstadt aus Wohngebäuden flüchteten. Sie versammelten sich auf den Straßen. Teile von Mexiko-Stadt waren ohne Strom. Hubschrauber flogen mit Scheinwerfern über der Stadt.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat nach dem schweren Erdbeben rasche Notfallmaßnahmen angekündigt. Er habe sofortige Krisensitzungen der zuständigen Regierungsstellen angeordnet, “um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen”, teilte er am Freitagmorgen (Ortszeit) auf Twitter mit. Er machte sich auf den Weg in das nationale Katastrophenzentrum.

Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnte die Menschen an der Küste der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas vor Wellen von bis zu 4,20 Metern Höhe. Zunächst lagen aber keine Berichte über Schäden vor. In Mexiko-Stadt meldeten die Elektrizitätswerke zahlreiche Stromausfälle.

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