Mit 125.000 Fahrgästen pro Tag zählt das nationale Busnetz RGTR (“Régime général des transports routiers”) zum größten Anbieter von öffentlichen Verkehrsdienstleistungen in Luxemburg. Das Problem ist, dass es seit seiner Gründung im Jahre 1978 immer nur punktuell angepasst, aber nie wirklich von Grund auf umstrukturiert wurde. Das soll jetzt geschehen.

Der Flickenteppich des RGTR-Busnetzes entspricht seit einiger Zeit nicht mehr wirklich den Anforderungen des Wunsches nach Mobilität mit öffentlichen Transportmitteln. Dessen ist sich Verkehrsminister François Bausch bewusst. Seit 2016 laufen deshalb Studien, wie man das nationale Busnetz sinnvoll umstrukturieren könne.

Das Resultat dieser Studien wurde am Mittwoch vorgestellt. In naher Zukunft soll das nationale Busnetz durch eine Neunummerierung besser zu verstehen und somit besser zu nutzen sein. Es soll schnellere Verbindungen geben, bessere Schnittstellen mit anderen öffentlichen Transportmitteln und ein den Bedürfnissen der Menschen besser angepasster Takt. Zum Beispiel mehr und größere Busse zu Spitzenzeiten und Verbindungen auf den großen Linien bis fast Mitternacht.

Anreiz zum Umstieg

Zum einen soll mit diesen Neuerungen ein Anreiz geschaffen werden, auf den öffentlichen Transport umzusteigen. Zum anderen geht es darum, zu zeigen, dass in den öffentlichen Personennahverkehr, der ab nächstem Jahr ja gratis ist, investiert wird.

Etwas Geduld muss man allerdings noch haben. In einer nächsten Etappe sollen die Gemeinden den neuen Bus-Plan begutachten. Erste Änderungen dürften dann Mai 2020 sichtbar sein. Voll funktionsfähig dürfte das Netz ab Herbst 2021 sein.

15 Kommentare

  1. Bei eis ass d’Busverbindung quasi inexistent..an dobei wunnen ech 10 km Loftlinn vun Eyyelbreck ewech.Fir de Süden an d’Frontaliers get eppes gemat…mais neischt fir dei ländlech Geijend.

    • Als Awunner vun der Stad: Wie sech beschwéiert, datt e keng gutt Verbindung an d’Stad huet, a virdrun op d’gréng Wiss geplënnert ass, mat deem kann ech wierklech kee Matleed hunn. Deen ass sech et siche gaangen an och hei de Ceterum censeo: an der Stad hunn Autoe vun ausserhalb u sech näischt verluer, der VdL hir Busse si gutt an op all P&R ass ëmmer vill Plaz. All déi léif Leit, déi all Dag mat hirer Knatterkëscht kommen, solle roueg mol Éco-Péage bezuelen.

  2. und ich befürchte das der Mobiltätsminister uns diese nicht verbessern, sondern verschlechtern wird. Unser letzter Bus 🚌 fährt um 00:15 in Luxemburg ab. Hat Herr Bausch Gestern auf RTL nicht was von ´ in der Woche bis 23:00 ´ gefaselt? Ausgangssperre ab 23:00, würde denen passen😲

      • Sorry KTG, der vorherige Post machte Sinn, der hier weniger. Egal wie, es wird immer mehr Leute geben die kein Auto besitzen werden.
        Luxemburg ist anscheinend eine Europäische Hauptstadt, sogar Sitz einiger ziemlich großen EU Institutionen. Da kann man nicht abends um 22 Uhr die Bürgersteige hochklappen.
        (obwohl ich auch denke, daß tagtägliche Partys in der Stadt den Anwohnern auch nicht viel bringen, ich bin Grund-geschädigt, aber ohne Autolärm mitten in der Nacht wäre es schon viiiiel besser)
        Nichtsdestotrotz, auch abends finden Versammlungen statt, treffen sich Leute um freiwillig engagiert zu arbeiten, Sport zu betreiben u.ä. Oder kommen von der Schicht, oder fahren zur Schicht, ganz besonders all unsere lieben Mitarbeiter im Rettungsdienst, die mit mehr Verkehr auch immer mehr Verkehrsopfer von der Straße kratzen müssen, oder Gaststättenmitarbeiter, oder Hotelangestellte…
        Wie gesagt, wir können auch einfach wieder wie in meiner Jugend um 18 Uhr die Bürgersteige hochklappen…die Idee hat mittlerweile seinen Charme, aber ich bin halt älter geworden…
        All diese Menschen, die Nachts arbeiten sollten richtig gut bezahlt werden und richtig viel Urlaub bekommen.
        Und wenn sich weniger Menschen ein Auto kaufen, bleibt viel Geld in der Kasse jener Menschen um ein gutes Bussystem zu finanzieren.

      • ….lieber KTG am Abend spät, egal an welchem Tag auf die ´Biederplatz´, und schauen Sie wieviel Leute die letzten Buslinien benutzen. Trauen Sie sich einmal aus dem Haus, gehen Sie unter Menschen, Sie werden sehen was für nette Jugendliche durch die Stadt am Abend ziehen. Ich bin 67, und ziehe mindestens jeden zweiten Abend durch die Kneipen, glauben Sie mir, es hält jung und das tut gut 😊 . Man muss sich deshalb nicht besaufen.

  3. @KTG total einverstanden.
    Ich erwarte mir von der Reform: Busspuren in 2 Richtungen auf der Route d’Arlon, de Longwy sowie Beggener Strooss u.a.. Es kann nicht sein, daß ich morgens schnell bei der Arbeit bin, abends aber im Stau stehe, den all die Einzeller-Autos verursachen.
    Viele Leute um mich sagen das gleiche: es bringt nichts, nur halbe Sachen zu machen. Wenn diese Regierung Eier hat, sind DURCHGEHENDE, UNUNTERBROCHENE und PRIORITÄRE Busspuren ein absolutes Muss!
    Ich verbringe auch oft mehr Zeit im Bus auf den letzten 50m vor der Bushaltestelle, weil da AUTOS Busse blockieren.
    Weil ein paar Striche weisse Farbe auf der Fahrbahn zu teuer sind? Weil Parkhäuser genutzt werden müssen? Weil ur der Autofahrer frei sein darf?
    Bitte Nägel mit Köpfen, liebe Regierung. Ich kenne viele Leute, die dann auf den Bus umsteigen würden. Wenn der Bus die schnelle Verbindung ist.
    Sorry liebe Autofahrer, aber so viele leere Autos müssen einfach den Preis zahlen. Dann können die Auto-Einsiedler noch ein bisschen länger von komfortabler Luxuseinsamkeit in mobilen Wohnzimmern profitieren.
    Zeit zum nachdenken, wenn nachdenken bei der aktuellen Umweltlage denn noch notwendig ist.

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