Noch drei Spiele stehen für den F91 an: Am Sonntag, 1.12., in der BGL Ligue in Ettelbrück, die Pokalpartie gegen Mondorf am 8. Dezember und am 12. Dezember der Europa-League-Anschluss bei Qarabag. Wegen seiner Wadenverletzung kann Dominik Stolz dem F91 in der Meisterschaft nicht mehr helfen, geht aber davon aus, in Aserbaidschan wieder dabei zu sein.

Von Christophe Juncker

Nach dem besiegelten Aus im europäischen Wettbewerb gilt es im Ligaalltag das tägliche Brot zu sichern. Und das lautet in Düdelingen seit Jahren Qualifikation für den Europapokal. Davon ist der F91 derzeit als Tabellensechster jedoch weit entfernt. Und jetzt fällt mit Dominik Stolz auch noch das F91-Herzstück aufgrund einer Verletzung aus. „Es handelt sich eher um eine Zerrung als um einen Riss in der Wade. Die genaue Diagnose bekomme ich am Montag. Gegen Qarabag werde ich voraussichtlich wieder dabei sein“, sagte ein positiv gestimmter Stolz gestern.

Der Betroffene weiß um die Wichtigkeit der beiden folgenden Spiele: „Zum Glück ist es nur noch ein Meisterschaftsspiel. Hoffentlich bekommt die Truppe es am Sonntag auch ohne mich hin. Wir müssen schauen, dass wir das letzte Spiel gewinnen, egal wie. Ganz nach vorne wird es auf keinen Fall mehr reichen, so realistisch muss man sein. Im Pokal haben wir noch Chancen. Nach der Winterpause müssen wir versuchen, eine Serie zu starten, um wenigstens noch unter die ersten drei zu kommen.“

Dass der F91 nicht wie in den Jahren zuvor „dreht“, hat seine bekannten Gründe, unter anderem Spielerkader und Trainerwechsel. Stolz aber ist auch ehrlich. Nach der EP-Partie gegen Apoel Nikosia stellte der Deutsche die Qualitätsfrage: „Vielleicht muss man auch sagen, es reicht ganz einfach nicht auf diesem Niveau. Die Gegner spielen nicht gut, gewinnen aber. Das ist der große Unterschied auf diesem Niveau. Der letzte Punch hat gefehlt, der letzte Wille, der letzte Pass. Vielleicht ist es ganz einfach eine Qualitätssache, ein Spiel auf so einem Niveau auch mal zu entscheiden.“

Eklatante Schwächen

Doch nicht nur auf europäischem Niveau stellt sich die Qualitätsfrage inzwischen offen. Die letzte Partie gegen Strassen (2:2) offenbarte eklatante Schwächen. Stolz legt den Finger in die Wunde: „Man hat in den letzten Wochen bereits gesehen, dass wir enorme Probleme haben, Standardsituationen zu verteidigen. Warum wir das nicht in den Griff kriegen, weiß ich auch nicht.“

Und sein Teamkollege, F91 Kapitän Tom Schnell, appelliert zugleich: „Wohl haben wir einen großen Spielerkader, von der Qualität her ist allerdings nicht jeder auf dem gleichen Level. Das habe ich bereits mehrfach betont. Wenn jetzt so ein Spieler wie Dominik Stolz ausfällt, dann ist das sehr bitter. Vor allem, da jetzt noch drei harte Spiele vor uns stehen. Verschiedene Spieler pfeifen gleich aus dem letzten Loch …“

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