Tom Funck hat sich im März extra einen Herdenschutzhund angeschafft, damit seine Schafe künftig sicher sind, doch geholfen hat es ihm jetzt nicht. Arthus ist noch zu jung, noch “in Ausbildung”. Der Maremmen-Abruzzen-Schäferhund hätte den ausgewachsenen Husky kaum aufhalten können, der am Dienstagvormittag in Tetingen zwei Schafzuchtböcke und einen Ziegenbock attackierte.

Das verletzte Schaf von Funck. Foto: Tom Funck

Eine Anwohnerin sah, wie der Husky die Tiere jagte, und alarmierte Funck. Der 23-Jährige war schnell vor Ort und fing den Hund ein. Doch einer der Schafböcke hatte schwere Bisswunden am Nacken davongetragen.

Erst am Sonntag Schafe in Tetingen attackiert

Erst in der Nacht von Sonntag auf Montag hat ein “hundeartiges Tier” ebenfalls in Tetingen Schafe des privaten Halters Pol Zimmermann angegriffen, wie Anwohner nachts bemerkten. Dabei handelte es sich aber offenbar nicht um den Husky, sondern um ein anderes Tier. Die Hälfte der sechs Schafe erlitt Verletzungen. Mehreren Tieren wurden die Ohren abgebissen, eins konnte wieder angenäht werden. Ein Schaf wurde so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste.

Tom Funck mit seinen Tieren auf der Weide. Foto: Tom Funck

Für den Schafzüchter Funck setzt sich damit eine leidvolle Geschichte fort. “Sechs Mal wurden in den letzten Jahren meine Tiere angegriffen. Sechs davon wurden getötet”, sagt Funck. Mehrere Tausend Euro Schaden seien entstanden. Ganz zu schweigen von den Folgekosten, Zuchtausfälle etwa. Das Problem: Wenn nachweislich ein Wolf Tiere tötet, zahlt der Staat eine Entschädigung. Handelt es sich aber um einen Hund, zahlt der Staat nichts. Der Halter ist verantwortlich, wenn dieser ausfindig gemacht werden kann. Zumindest in dieser Hinsicht hat Tom Funck dieses Mal Glück gehabt.

Der Husky war entwischt, als eine Frau mit ihm Gassigehen war. Als Funck den Husky in seinen Wagen gesperrt hatte, traf die Frau ein und willigte umgehend ein, für den Schaden aufzukommen. Gegen den Halter, eine andere Person, hat Funck Anzeige erstattet. Das war allerdings gar nicht so einfach.

Der Husky, der Funcks Tiere attackiert hat. Foto: Tom Funck

Unkooperative Polizei

“Die Polizei wollte zuerst gar nicht vorbeikommen und als die Beamten da waren, wollten sie den Fall anfangs nicht aufnehmen. Als ich sagte, dass ich Anklage gegen den Halter erstatten wolle, antworteten sie mir, das sei nicht möglich.” Funck war empört.

Mittlerweile hat Funck aber auf dem Revier die Anzeige gegen den Husky-Halter erhoben. Erst im vergangenen Jahr habe derselbe Hund Schafe von ihm attackiert, so Funck. Ein trächtiges Schaf verlor dadurch den Nachwuchs und bei einem anderen entzündete sich das Euter.

Der Herdenschutzhund Arthus in spe. Foto: Tom Funck

Bis zum kommenden Frühjahr muss Tom Funck noch aufpassen. Dann ist sein Maremmen-Abruzzen-Schäferhund so weit, die ihm anvertrauten Tiere zu beschützen.

jsf

10 Kommentare

  1. Police huet net ze bestëmmen op eng Plainte Sënn oder net Sënn bzw Bestand huet mee nemmen just den Parquet kann an huet daat ze jugéieren, sie hun ze schreiwen wann den Justiciable daat wënscht, dofir ass Police do, ech fannen daat do nees den Comble vun Arroganz an eng Frechheet!

    Gudd datt esou Saachen den Wee an d’Press fannen fir datt den Parquet och matkritt waat “seng” Police esou dobaussen verzielt an mat den Bierger mëcht!!

  2. Es wäre auch mal an der Zeit, dass die zuständigen Förster die Hundehalter dazu bewegen, ihre Vierbeiner in der Leine zu halten. Auf dem gesamten Gebiet der Düdelinger Haardt in Richtung Hesselsbierg / Tétange wird dies immer mehr zu einer Plage und nein ich bin kein Jäger sondern Wanderer. Mehrmals musste ich auch schon mit ansehen, dass die freilaufenden Hunde Moutainbiker oder Wanderer ansprangen. Dieses Waldgebiet ist immer noch ein Naturschutzgebiet. Macht man die Hundehalter darauf aufmerksam, werden die Meisten noch frech.

        • @JekHyde: Ma, Dir hut Iech selwer d’Aentwert geliwwert: De Stroosse get den Zyklist wéisntens nët vu fräilaafenden Hënn ugefall an duerno nach vernannt, well e gewoot huet, sech ze iergeren.

        • Leider ass et wéi den c.kremer scho geschriwwen huet.
          Dier fannt et zwar néideg, fir de Geck domat ze maachen, datt op de Velospisten der och nach fueren, ma fuert mol duerch den Uelzechtdall (just e Beispill). Do begéint der op all Schréck en Hondsbesëtzer deem säi Wauwau ouni Lénkt leeft. Déi heefegst Äntwert: “e bäisst dach net!”…

  3. Een Hond dén een ausgeprägten Juegdinstinkt huet an doduerch Wëld oder aner Déieren bis an den Doud hetzt – dén gehéiert an d’ Léngt. Et gin 10 -20m Léngten wou se genuch Bewegungsraum hun. Et as net schéin schwéier verletzten Déieren ze gesin an wéi an mengem Fall een Réih wat och vun engem Hond attackéiert gin as mat déiwen Basswonnen wourun dat Déier dann schlussendlech gestuewen as. Dat muss net sin an all Halter as fir säin Hond verantwortlech. Et dierft sech dFro mol net stellen fir den Schued opzekommen. Am beschten et guer net esouwäit kommen lossen.

  4. Eischtens misst emol jidfereen saïn Hond am Grëff hun, wann ët nët ouni Léngt geet dann eben nëmme mat, wat jo bal nëmmen da virkënnt wann de Meeschter nët Autoritéit genuch iwert den Hond huet, an dee mengt hie wiir de Meeschter an et wir un him ze bestëmmen. D”Police war nët kooperative…. kann dat sin? Eng Fro misst erlaabt sin: Wann sie nët wëlle kommen an ophuelen, muss ee jo unhuelen dass sie sëch wëllen eraushalen – a firwat dat? Do ka jidfereen denke wat ee wëll – dat dirfe mir jo nach, oder!

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