Die italienische Regierung will die beiden von der Pleite bedrohten Banken Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza mit bis zu 17 Milliarden Euro retten.

Zunächst würden gut fünf Milliarden Euro für die beiden Bankhäuser bereitgestellt, teilte Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan am Sonntag nach einer Kabinettssitzung in Rom mit. Die Europäische Zentralbank hatte am Freitag bereits von einer möglichen Abwicklung der beiden Finanzinstitute gesprochen.

Hohe Garantiesumme

Die Kabinettssitzung zu den beiden Krisen-Banken dauerte nur 20 Minuten. Padoan erläuterte anschließend, 4,785 Milliarden Euro würden sofort bereitgestellt, um die Vermögensverhältnisse der Bankengruppe Intesa Sanpaolo zu stabilisieren. Diese solle die gesunden Geschäftsbereiche der Banca Popolare di Vicenza und der Veneto Banca übernehmen.

Weitere 400 Millionen Euro würden als Garantiesumme bereitgestellt, führte der Finanzminister aus. Diese Maßnahmen erlaubten es, “die wirtschaftlichen Aktivitäten der venezianischen Banken zu erhalten”, rechtfertigte Padoan das Eingreifen des Staates. Dies komme auch den Kontoinhabern und Sparern sowie den Angestellten der beiden Banken zugute, hob der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni hervor.

1 Kommentar

  1. Und wieder einmal müssen die Steuerzahler in Italien für diese Banken einspringen, trotz EU Regelungen die dies vermeiden wollten….Gewinne sind eben für Aktionäre und Verluste für den Steuerzahler so funktioniert die moderne Finanzwirtschaft

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here