Nach einigen Verletzungsproblemen in den vergangenen Wochen waren bei Esch zum Auftakt der Zwischenrunde wieder alle Spieler einsatzbereit. Mit dem Sieg gegen Steinsel hat man dabei einen großen Schritt Richtung Halbfinale gemacht.

Nach dem ersten von insgesamt fünf Spieltagen in der Titelgruppe ist eine Entscheidung bereits gefallen: Mit ihrem Sieg gegen den Racing hat die Etzella Ettelbrück ihr Ticket für das Halbfinale bereits frühzeitig gebucht. Die ersten beiden Plätze nach der sogenannten Zwischenrunde berechtigen bekanntlich zu einem Freilos im Viertelfinale, das die Teams bestreiten müssen, die auf den Rängen drei bis sechs abschließen.

Auf dem besten Weg, die erste K.o.-Runde ebenfalls zu überspringen, ist seit Samstag auch der Basket Esch, der gegen Steinsel ein wichtiges Duell gewann und seinem Gegner dabei nicht mehr als 47 Punkte zugestand. „Ich muss sagen, dass unser Team da einen ganz guten Job gemacht hat, auch wenn Steinsel nach seinem Ami-Wechsel sicherlich nicht seinen besten Tag erwischt hatte“, lautete auch das Fazit von Alex Rodenbourg, der seine Bänderverletzung inzwischen überstanden zu haben scheint: „Meine Innenbänder waren durch, das Außenband angerissen. In den letzten Wochen durfte ich meinen Fuß daher auch nicht überbelasten, doch inzwischen kann ich wieder schmerzfrei spielen“, erklärte der Center-Spieler, der am Samstag wieder 14 Minuten auf dem Parkett stand: „Für mich gilt es, in den kommenden Wochen meinen Rhythmus zu finden und für die wichtige Saisonphase wieder in Form zu kommen, meine Kondition hat doch schon etwas gelitten.“

In den vergangenen Wochen hatten die Escher immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Am letzten Spieltag der Qualifikationsrunde vor zwei Wochen wurden neben Rodenbourg so etwa auch Jeffry Monteiro und Ben Kovac geschont. Während Kovac in der vergangenen Zeit Adduktorenprobleme plagten, hatte Monteiro am 19. Januar gegen die Sparta Bartringen Glück im Unglück, als er einen Schlag in den Nacken bekam, bewusstlos liegen blieb und mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste. Doch auch die beiden jungen Talente sind inzwischen wieder fit und voll einsatzfähig.

Der Schlüssel zum Erfolg

Die letzten Begegnungen haben auch gezeigt, dass Esch durchaus in der Lage ist, solche Ausfälle zu kompensieren. So stand mit Luis De Brito gegen Steinsel ein junger Spieler in der Starting Five und auch Julien Lessel erhielt in dieser Saison bereits das Vertrauen des Trainers: „Luis hatte eine richtig gute Trainingswoche absolviert, das hat der Trainer dann auch belohnt. Er möchte sowieso, dass eigentlich immer ein junger Spieler mit anfängt, das ist seine Philosophie.“ Und so überzeugte der Basket Esch in der ersten Zwischenrundenpartie einmal mehr durch sein Kollektiv: Acht von insgesamt zehn eingesetzten Spielern punkteten, dabei stach kein Akteur wirklich hervor.

Während bei anderen Teams die Profi-Spieler fast schon wie am Fließband getauscht werden, besticht Esch durch seine Konstanz. Die beiden US-Spieler Jordan Hicks und Clancy Rugg müssen somit auch keine 30 Punkte erzielen, damit ihr Team als Sieger vom Platz geht – etwas, das auch Rodenbourg hervorhebt: „Ich bin überzeugt, dass dies der Schlüssel zum Erfolg ist. Ich habe in der Vergangenheit gesehen, wie es ist, wenn die Starting Five fast durchspielt. Bei den Auswechselspielern fehlt dann jegliches Selbstvertrauen. Bei uns kann auch jemand mal einen schlechten Tag erwischen und dann entscheidet eben einer, der von der Bank kommt, die Partie.“ Neben Esch gilt dies vor allem auch für Ettelbrück, die beiden Mannschaften demnach, die zurzeit an der Spitze der Tabelle stehen.

Zwei Punkte liegen in der Tabelle nun zwischen dem Basket Esch und seinen beiden Verfolgern Steinsel und Düdelingen. Wie wertvoll das Freilos sein kann, haben Alex Rodenbourg und seine Teamkollegen in der vergangenen Saison gesehen, als sie die Zwischenrunde an dritter Stelle abschlossen und deshalb im Viertelfinale antreten mussten: „Auf der einen Seite hatten wir im ersten Halbfinalspiel auf jeden Fall einen kleinen Überraschungsmoment. Durch das Viertelfinale waren wir im Rhythmus und konnten so Steinsel in der ersten Halbfinalbegegnung schlagen.

Danach hat man aber gemerkt, dass wir mehr Spiele in den Beinen hatten als unser Gegner. Das waren dann vier Partien in kürzester Zeit, das war wirklich nicht ohne, vor allem wenn man dann auch noch arbeiten gehen muss. Zum Schluss war beides nicht mehr richtig miteinander zu vereinbaren. Die Steinseler haben sich im Finale dann wahrscheinlich auch so gefühlt.“

 

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here