Der Recyclingpark Tetingen wurde für 480.000 Euro saniert. Zusammen mit dem anderen Standort Düdelingen/Bettemburg bildet das STEP mit 14.000 Tonnen an recyceltem Abfall pro Jahr das größte Abfallsyndikat Luxemburgs.

Von Marc Gatti

In Anwesenheit der Vertreter der Mitgliedsgemeinden des STEP (Bettemburg, Düdelingen, Kayl/Tetingen, Roeser, Rümelingen) begrüßte der Präsident des Abfallsyndikats, René Manderscheid, die Anwesenden, unter ihnen auch Robert Schmit als Vertreter der Umweltverwaltung. In seiner Rede streifte er die Erfolgsgeschichte des 1992 gegründeten Gemeindesyndikats.

Seit der Eröffnung im Jahr 1994 verfügt STEP über zwei Recyclingparks: einen zwischen Düdelingen und Bettemburg sowie den zweiten zwischen Tetingen und Rümelingen. Der ursprüngliche Standort des Tetinger Parks wurde zwischen 2001 und 2002 erweitert, um seine heutige Größe zu erreichen.

2013 wurde die Planung für die Sanierung der Anlage Tetingen eingeleitet. Nachdem anfänglich die Parks von privaten Dienstleistern betrieben wurden, stellte das interkommunale Syndikat 1999 einen ersten eigenen Mitarbeiter ein. Derzeit sind sieben STEP-Mitarbeiter, sieben externe Mitarbeiter vom CIGL Bettemburg sowie fünf von Dussmann beschäftigt.

14.000 Tonnen Abfall pro Jahr

Die beiden Parks sind von dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags von 8.00 bis 16.00 Uhr für Haushalte geöffnet.
2017 wurden in beiden Recyclingparks 137.048 Eingänge gezählt, von denen 56.859 in Tetingen registriert wurden, was 41 Prozent der gesamten Eingänge und durchschnittlich 223 Eingänge pro Tag ausmacht.

Fast 12 Prozent der nationalen Recyclingabfall-Eingänge werden im STEP registriert. Von den insgesamt 13.346 Tonnen im Jahr 2017 wurden im Park Tetingen 6.220 Tonnen gesammelt. Dies entspricht 46 Prozent der Gesamtmenge der beiden Standorte mit durchschnittlich fast 25 Tonnen pro Arbeitstag. Mit bis zu 14.000 Tonnen an recyceltem Abfall pro Jahr in seinen beiden Recyclingparks liegt das STEP auf nationaler Ebene vor Sidec, Sivec und der Stadt Luxemburg.

Gegenüber der Tonnage im Jahr 1999 ist die anfallende Menge im Park Tetingen mittlerweile um 250 Prozent angestiegen. Derzeit werden fast 70 verschiedene Fraktionen in den beiden Recyclinganlagen gesammelt.

Die Investitionskosten für die Sanierung des Parks Tetingen betrugen 480.000 Euro. Im Budget für das Jahr 2019 sind 2,35 Millionen Euro vorgesehen. Darin enthalten sind unter anderem Entsorgungskosten für die beiden Parks in Tetingen und Düdelingen, die mit durchschnittlich 765.000 Euro zu Buche schlagen.

Aus der Ansprache von Robert Schmit von der Umweltverwaltung bleibt zu erwähnen, dass Luxemburg aktuell mit seinen 51 Prozent an Abfallrecycling sehr gut dastehe.
Trotzdem müsse man jetzt weitere Fortschritte machen, denn es gelte, eine neue europäische Richtlinie umzusetzen, die vorsieht, dass bis zum Jahr 2035 rund 65 Prozent der Abfälle wiederverwertet werden müssen.

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