Die Ratingagentur Moody’s hat die Bonitätsbewertung des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal angehoben. Der Ausblick ist stabil.

Von März 2017 bis Ende letzter Woche hatte die US-Agentur die finanzielle Stabilität des Luxemburger Stahlherstellers mit der Note Ba1 (Bedeutung: sehr abhängig von wirtschaftlicher Gesamtlage) bewertet. Zuvor war die Bewertung (mit Ba2) noch etwas schlechter. Seit Freitag bewertet die Ratingagentur den Konzern nun mit Baa3. Somit wird die Bonität des Stahlkonzerns nicht mehr als spekulativ, sondern als Investmentklasse gesehen.

Hintergrund der Hochstufung sei die Erwartung, dass die insgesamt gute Entwicklung so weiterlaufe und dass der Konzern seine Verschuldung weiter zurückfahre. In den drei wichtigsten Märkten für ArcelorMittal sehe es gut aus, so die Agentur. In Brasilien steigen die Gewinnmargen, in Europa bleiben sie stabil und in den USA verbessert sich die Gesamtlage (nach der Einführung von Importzöllen). Und sollte sich das Geschäft in Europa schwächer entwickeln als erwartet, so Moody’s, dann könne dies – dank der hohen Profitabilität der US-Werke – mehr als kompensiert werden.

Moody’s geht davon aus, dass der nordamerikanische Markt in diesem Jahr für den Konzern an Gewicht gewinnen wird. Die Agentur erwartet, dass diese Region im Gesamtjahr 2018 für 25 Prozent des operativen Gewinns stehen wird – nach 20 Prozent im Vorjahr. Was die Verschuldung angeht, so geht Moody’s davon aus, dass der Konzern keine bedeutende Dividende an seine Aktionäre auszahlen wird, solange der Schuldenstand nicht unter sechs Milliarden Dollar fällt. Derzeit liegt er bei elf Milliarden. Erreicht werden könnte dieses Ziel bereits am Ende des kommenden Jahres, schätzt die Agentur.

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