Soldaten, Polizisten, Rettungskräfte – sie alle sind in ihren Berufen besonderen psychologischen Risiken ausgesetzt. Wie wird den Menschen in den betroffenen Berufen in Luxemburg geholfen? Und was sind die Folgen von seelischem Stress? Diese Fragen hat die CSV-Abgeordnete Nancy Arendt Innenminister Dan Kersch und Minister für Innere Sicherheit Etienne Schneider gestellt.

Die Minister erklären das System der psychologischen Hilfe bei der Armee, der Polizei und bei den Rettungskräften. Bei der Luxemburger Armee ist der “Service de psychologie de l’armée” (SvPsy) dafür verantwortlich. Neben Weiterbildungen, Berufsberatungen und Einschätzungen in Personalfragen bereitet der SvPsy auch Soldaten auf Missionen vor. Auch während eines Einsatzes sind die Berater zur Stelle. Nach einer Mission müssen die Soldaten sogar mit den Psychologen reden – sowohl in einem Einzelgespräch als auch in Gruppeninterviews. Seit 2013 durchliefen 430 Menschen dieses Programm.

Auch bei Verhandlungen mischen Psychologen mit

Auch die Police grand-ducale hat einen psychologischen Dienst, den SPSY (“Service psychologique de la police grand-ducale”). Dieser wurde im Jahr 1997 geschaffen und besteht aus zwei Psychologen und einem Polizisten. Die drei schulen ihre Kollegen in der Grundausbildung sowie während des Dienstes. Dabei geht es nicht nur um Berufliches – die Psychohelfer stehen den Beamten auch bei persönlichen Problemen und Familienzwist zur Seite. Zudem unterstützt der SPSY die Ermittler bei Verhandlungen. Und auch Opfer von Verbrechen oder Zeugen von Katastrophen können sich an den SPSY wenden. Natürlich ist der Dienst auch Anlaufstelle für Polizisten, die traumatische Erfahrungen gemacht haben.

Die Polizeipsychologen machen pro Woche vier bis fünf Beratungen. 2014 gab es insgesamt 191 Beratungen, 2015 waren es 211. Zudem nahm der SPSY 4.400 Bewerbungen von Polizeirekruten unter die Lupe.

Den Rettungskräften in Luxemburg steht der “Groupe de support psychologique” (GSP) zur Seite. Er kam im Jahr 2015 282 Mal zum Einsatz, 13 Mal wurde dabei Rettungskräften geholfen. Der GSP hilft auch bei der Ausbildung von Mitarbeitern der Feuerwehrleute und der Rettungskräfte, um diese so gut wie möglich auf eventuelle Stresssituationen vorzubereiten.

1 Kommentar

  1. Soss woren et d’Pafen, déi sech dorëms gekëmmert hunn. Firwat mussen déi dann nach ëmmer Zougang an der Arméi an zum Prisong hunn? Sinn déi do net duerch geschoult a weltlech Psychologen ze ersetzen? E Paf/Imam begleet d’Jongen an den Krich, pardon, an d‘Friddensmissioun. Ëm wiem säi proppert Gewëssen geet et do virrangeg?

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