Der europäische Ableger des US-Politmagazins Politico hat eine Liste der 28 Menschen veröffentlicht, denen zugetraut wird, dass sie Europa 2018 maßgeblich formen werden (“shaping, shaking and stirring”). An zwölfter Stelle der Liste befindet sich ein Luxemburger: Der stellvertretende Premierminister und Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) wird wegen seiner Bestrebungen hervorgehoben, “das kleine Luxemburg in ein Weltraum-Kraftwerk zu verwandeln”.

Seine Begeisterung für das Thema sei erstmals 2012 bei einem Besuch der NASA aufgekommen, zitiert das Magazin den Minister. “Ich fragte mich, was die geraucht haben, bevor sie mich trafen”, erklärt Schneider.

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Politico geht des Weiteren darauf ein, was Luxemburg in diesem Bereich bereits erreicht oder noch vor hat: So trat im Juli zum Beispiel das Space-Mining-Gesetz in Kraft (► Link). Außerdem wurde angekündigt, dass man sich ebenfalls dafür einsetzen werde, dem Schürfen im Weltraum auch auf UN-Ebene eine sichere, legale Grundlage zu geben.

Auf dem Platz vor Schneider befindet sich der österreichische Journalist Armin Wolf und auf dem 13. die türkische Politikerin Meral Akşener.

Angeführt wird die Liste vom deutschen FDP-Politiker Christian Lindner. Dem traut das Magazin also noch einiges zu – obwohl manche in ihm denjenigen sehen, der die Jamaika-Koalition nach der Bundestagswahl verhindert hat.

10 Kommentare

  1. Wo hat Luxemburg die Infrastruktur für Weltraum-Ambitionen??
    Wo ist der historische Hintergrund?
    Der rocket man sollte sich kokreten Themen zuwenden,
    Dream well

    • @ Hannes
      Hatte Luxemburg einen historischen Hintergrund beim Goldgraben? Wir mutierten trotzdem zu einem bekannten Finanzplatz.
      Wir waren keine Meister im Trommeln, sind trotzdem stolz auf wichtige Medien die noch heute unseren Namen tragen?

    • Man hat doch schliesslich auch die Astra-Satelliten auf Umlaufbahn gebracht, ohne Launchpad und ohne dass die Bevölkerung alle Hosengummis abliefern musste. Lokale Infrastrukturen sind nicht nötig, weil am besten auch äquatornah.

  2. Herr Schneider ist bemüht, das Geld nach Luxemburg zu holen, das andere (z.B. unser Super-Minister Bausch) ausgeben (müssen). Und das wenn möglich ohne die Steuerhinterziehungsmasche mit der Herr Werner seinerzeit, als die Schlote im Süden nicht mehr rauchten, das Land vor dem Ruin bewahrt hat. Die Zeiten wo am Boulevard Royal das Geld ausländischer Steuerganoven vom Himmel regnete sind vorbei. Es braucht neue Ideen. Herr Schneider hat sie. Dass nicht jeder Paischtcroisiere-Teilnehmer das begreift, ändert nichts an der Richtigkeit seiner Initiativen. Weiter so Herr Schneider!

  3. Schneider 4 president!
    Im Ausland sitzen angeblich die, die erkennen welche Leistung der Etienne Schneider wirklich bisher volbracht hat. Die Idee kam aber von der Nasa – eigentlich schade. Nichtsdestotrotz: damit könnte man doch viele Kritiker hierzulande überzeugen! Weil in diesem Land der notorischen Nörgler, gilt oft das Urteil einer gestandene ausländische Institution oder Person als wichtiger als der Geistesblitz eines Luxemburgers.

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