Unzählige Personalwechsel und sogar ein Suizid haben Xavier Bettel bewogen, am großherzoglichen Hof etwas genauer hinzuschauen: Er hat dazu einen Sonderbauftragten ernannt – der letztlich die Großherzogin ins Visier nehmen könnte.

Das berichtete reporter.lu am Donnerstag (22.8.). Dem Onlinemagazin zufolge wurden seit 2015 “mehr als 30 Personen am Hof entlassen oder haben selbst zum Teil nach kurzer Dienstzeit gekündigt”.

Bereits Ende Juni habe Bettel mit Jeannot Waringo den ehemaligen Leiter der „Inspection générale des finances“ zum Sonderbeauftragten ernannt. Er soll die Personalpraxis des großherzoglichen Hofes analysieren – und gegebenenfalls Ideen zu deren Reform vorschlagen.

Großherzogin mehr involviert als vorgesehen

“Besonders heikel” bewertet reporter.lu die Möglichkeit, dass die Großherzogin Maria Teresa mehr in Personalentscheidungen involviert sei als eigentlich vorgesehen.

Das Magazin beruft sich auf mehrere, nicht identifizierte Quellen am Hof, die nahelegen, dass Maria Teresa auch Einstellungsfragen entscheidet bei Personal, “das ihr ausdrücklich nicht persönlich unterstellt ist“.

Außerdem sollen externe Berater des großherzoglichen Paares “außerordentlich gut” vergütet werden – immerhin gehen mehr als sieben Millionen Euro an Steuergeldern in die Personalkosten des Hofes. Und dann sei da auch noch der Suizid eines ehemaligen Mitarbeiters. Ein Zusammenhang mit einer fristlosen Kündigung und einer Klage gegen den Verstorbenen stehe im Raum.

74 Kommentare

  1. Na dann macht mal Nägel mit Köpfen und damit Schluss mit dem ganzen Theater. Und wenn schon eine Reform ansteht,wie wär’s mit einer Verfassung für eine Republik. Viiive

  2. Daat Allerbescht wär dei verreckte Monarchie ofschaafen,
    dei dooten solle kucken dat se
    eens ginn,hun jo genug Steiergelder op der Seit,dei em
    Vollek aus der Täsch geholl
    gi sinn.

    • Mengt dir mat engem Polfer, Asselborn, Bettel , Wurth, asw als President wir et besser. Vlaicht nach mei’ schlemm, well all 5 Johr zu Colmar an am Palais muss nei teppezei’ert ginn !

      • Ënnerscheed: De Präsident gëtt gewielt.Déi do “erneieren” hir Mandat par “incident spermatique”,wéi ee bekannten Affekot vu Lëtzebuerg seet. Seit mir Geschicht schreiwen,sin d’Blaublüter zesumme matt den Vertrieder vum Här G. déi gréissten Bluttsauger vum Vollék. Brauch kee Mensch

      • Hallo, ich wollte nur anführen z.B. De Gaulle hat immer seine Frisör Rechnung von seinem Gehalt selbst bezahl, aber das waren andere Zeiten, dieser Mann hatte sogar in seinem Amtssitz einen zweiten Stromzähler anbringen lassen um den privaten Bereich abzudecken, diesen Stromanteil hat er auch aus eigener Tasche bezahlt, gut dann gab es auch einen Präsidenten der kriegte von einem afrikanischen Despoten “Kaiser” Diamanten geschenkt usw..also es gibt in einer Republik auch verschiedene Sorten von Präsidenten…

  3. Déi Zeiten vun enger kubanëscher Diktatur sinn eriwer,
    anscheinend zou Luxusbuerg nach hannert de Kulissen
    vun dem Spukschloss do existéiert se nach.
    Waat hun mir Zoustänn an dem reichen Ländchen,
    daat geet alles nëtt op déi berühmten Kouhaut.

  4. 1. Lëtzebuerg huet keng “Groußherzogin”. Den Felix z.bsp. huet sech an senger Zeit emmer nemmen “Prenz” vernennen gelos. Sie as souguer och mol keng “Prinzessin”. Sie as einfach nemmen d’Madame vum “Groußherzog” Net méi an net manner. Et géif sou lues Zeit gin das déi Lëtzebuerger Press mol een vir allemol dat géing an Zukunft richteg schreiwen!
    2. Déi Madame déi sech selwer zur “Groußherzogin” gekréint huet huet déi Naupen secher vun hieren Monni geierwt, den fréieren Diktator Fulgencio Batista aus Cuba. Den as och sou mat sengen “Untertanen” emgesprong.
    3. Wéi wir et wann den Här Bettel mol géing een Referendum ofhalen lossen, op mir nach haut an deser Zeit eng Monarchie, eppes aus dem déiwen Mettelalter, brauchen?
    Een “Vive” awer fir d’Republik.

    • @Muller Guy
      Sie stellen etwas in den Raum, was weder Hand noch Fuß hat:

      (1. Lëtzebuerg huet keng “Groußherzogin”. Bevor Sie etwas behaupten und die Luxemburger Presse maßregeln, wäre es angebracht, sich zuerst informieren, dafür gibt es praktischerweise Suchmaschinen.

      (2. Déi Madame déi sech selwer zur “Groußherzogin” gekréint huet …dieses Ereignis ist mir glatt entgangen! Vielleicht sind Sie so freundlich und kopieren einen entsprechenden Link?

      (zu1.Den Felix z.bsp. huet sech an senger Zeit emmer nemmen “Prenz” vernennen gelos.
      Erklärung von Wikipedia:
      Ein Prinzgemahl ist der Ehemann einer regierenden Monarchin und seine offizielle Anrede ist meistens „Königliche Hoheit“. Da ein König protokollarisch den höheren Rang als eine Königin belegt, kann der Ehemann einer regierenden Königin nicht selbst König (Titularkönig) sein …

      Luxemburg ist das einzige Großherzogtum, das es noch gibt und das ist doch was Besonderes. Ich fühle mich weder als unterdrückter Untertan, noch als Leibeigener, der Frondienste verrichtet, also was soll der Quatsch mit dem Mittelalter?

  5. Es war aber schon seit mehr als 2o Jahre bewusst gewesen, dass es ein Personalkarussell beim Hofe gäbe. Doch Presse und Politik schwiegen und stellten so die Menschen, welche betroffenen waren oder die dies wussten, als Trottel oder Lügner hin. Der heute Vorgang der Regierung ist also ein Spätzünder.

  6. Weshalb stellt der Staat dem Hofe nicht einfach eine vernünftig festgesetzte Summe X pro Jahr zur Verfügung, mit dieser der dann auskommen muss, ohne wenn und aber? Die Blaublüter sollen sich dann der Decke nach strecken und nicht über ihre Verhältnisse leben, wie die normalen Bürger auch.

  7. eine vernünftig festgesetzte Summe X pro Jahr
    Das ist der beste Vorschlag, ich bin zwar für die Monarchie, aber der Hof sollte in eigen Regie die Verwaltung übernehmen und wie ein mittleres Unternehmen schauen wie es über die Runden kommt.
    Unterhalts Kosten der Gebäulichkeiten ist eine andere Sache.
    Da der Grand Duc ja angeblich eine Stahlfirma in China hat kann es ja auch wie jeder normale Mensch Steuern zahlen.
    Zum Personalwesen wäre es vielleicht angebracht eine Art Betriebsrat zu gründen wo Madame nicht willkürlich über das Schicksal vom Personal entscheiden kann.
    Ansonsten sollten wir unsere Monarchie behalten, macht doch immer noch einen guten Eindruck bei dem ausländischen Besuchern.

  8. Déi brauchen een, deen hinnen op d’Fanger kuckt! Dat muss ee sech virstellen!!!!! An dat muss de Steierzueler erëm berappen. Onméiglech! ” Charlyhebdo ” oder de ” Canard enchaîné ” géifen den Haff ausenanerhuelen.

    • géifen den Haff ausenanerhuelen.
      Da bin ich nicht von überzeugt, wenn die erst mal sehen welche Möglichkeiten sich da auftun sind die ratzfatz im gleichen Trott, GELD und GIER verführt, es ist nur eine Frage des Preises.

      • Stëmmt nët, well déi hu schons a Frankräich eng Retsch Politiker a Prominenter fäerdeg gemaach, déi schoune keen, well déi sinn nët bestiechlech! An nët nëmmen d’Geld an d’Gier verféieren, och a virun allem d’Muecht. An déi, déi sech dovu verféiere loossen, si keng Perséinlechkeeten ( vum Charakter hier ), och wa se nach sou héich Titelen hunn oder Positiounen am öffentleche Liewen anhuelen.

    • @Muller Guy
      Machen sie sich nichts daraus einige von meinen werden auch nicht veröffentlicht ( Zensur ) oder Angst, andere werden publiziert und kurz darauf gelöscht, man hat den Eindruck das übergeordnete Stellen sagen darf und was nicht. Pressefreiheit Blödsinn schließlich sind die Verfasser der Kommentare verantwortlich.

        • Jek Hyde heißen Sie doch nicht wirklich. Sie sind nicht einmal bereit mit ihrem eigenen Namen zu unterzeichnen. Wie soll so ein Feigling Verantwortung übernehmen? Außerdem: Pressefreiheit bedeutet zu schreiben/veröffentlichen was die Zeitung will. Also auch was sie nicht will.
          Kapéiert?!

          • Heho, Dann holen sie mal kräftig Luft Jemp Schmit.
            1- Mein Name ist Jek Hyde—2-Weil sie mich öffentlich als Feigling beschimpfen und als Lügner bezeichnen kann/werde ich sie verklagen–3-Meinen Kommentar habe sie nicht verstanden–4-Ihre Entschuldigung wird erwartet.
            Kapiert?!

            • Wirklich Jek Hyde? Ich hätte drauf gewettet, dass Sie Fan von Dr. Jekyll and Mr. Hyde sind…wie man sich doch irren kann…Vorsicht Jemp Schmit: Nomen est omen!

  9. D’Vollek soll mol op d’Strooss goën an protestéieren,
    a plaatz do vive ze blären,
    einfach dee Steierfresser vun Monarchie direkt ofschaafen,
    mir brauchen daat Geld op vill aaner Plaatzen, der Armut
    an deem reichen Luxusburg wir gehollef an nach vill
    aaner Problemer könnte geléist ginn.

  10. 7 Millionen Personalkosten, stimmt das wirklich? Bei einem Mindestlohn von 2071 € im Monat, wären das in etwa 280 Bedienstete. Sehr anständig. 🙂

    • Ich bin zwar für die Monarchie aus Repräsentanz Gründen würde aber für kein Geld der Welt am Hof arbeiten wollen, egal wie hoch das Gehalt wäre.

  11. Leit déi vum Staat bezuelt ginn, däerfen och just vum Staat agestallt an entlooss ginn.
    Wann hinnen dat net passt, kënnen se jo de Portmonni selwer opmaachen, si hunn et jo.

  12. “1. Lëtzebuerg huet keng “Groußherzogin”.

    “Joséphine Charlotte von Belgien war eine Prinzessin von Belgien aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha, durch Heirat Großherzogin von Luxemburg” (Wikipedia)

    Wo ist der Unterschied? BEIDE waren/sind durch eben die Heirat zur Großherzogin geworden, egal, ob blaublütig oder bürgerlich.

  13. Denn Ënnerscheed besteet doran, dass d’Josephine Charlotte adeleger Ofstamung war. Béid sinn sou wéineg Groussherzogin wéi de Prënz Philippe, der Queen hire Mann, Kinnék vun England ass.

    • Dann erklären Sie bitte, warum die Bürgerlichen Sonja, Silvia, Letizia, Maxima durch ihre Heirat mit einem König jetzt Königinnen sind. Die Engländer sind wahrscheinlich die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

      • Das hängt vom jeweiligem Königshaus ab. Frauen können den Titel durch Heirat erhalten oder bekommen ihn nach der Heirat verliehen. Männer, die eine Königin ehelichen, gehen da leer aus. Titel werden normalerweise nur an männliche Thronfolger vererbt. Schweden macht da eine Ausnahme, weil dort die Thronfolge an das erste Kind geht. Auch wenn das dritte Kind männlichen Geschlechts ist.

  14. @ Leila. Ehrlich gesagt, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht, das ist meine geringste Sorge. Ich habe nur logisch geschlussfolgert und habe mich anscheinend geirrt. Entschuldigung!

  15. Dass die Granduchesse sich unmöglich mit dem Bediensteten am Hof benimmt, gehört zum Allgemeinwissen eines jeden Luxemburgers. Schade, denn die restlichen Grand-ducs sind äusserst nett mit dem Personal. Grand Duc Jean hatte sein Personal teilweise 40 Jahre lang.
    Peinlich wird es besonders wenn die Großherzogin Maria Teresa sich für allen mögliche Ungerechtigkeiten und Unterdrückungen in der Welt einsetzt, bei sich selbst aber ausserstande den elementarsten Respekt gegenüber ihrem Personal zu zeigen.

    • ” gehört zum Allgemeinwissen eines jeden Luxemburgers ” Hoffentlich reicht das Allgemeinwissen über diese Neuigkeiten der Boulevardpresse hinaus, sonst wäre es schlecht um unseren Bildungsschatz und unsere Allgemeinbildung bestellt.

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