Die Hochwasserlage an Rhein, Mosel und Saar blieb auch am Samstag angespannt. Entlang der Flüsse wappneten sich Bewohner und Feuerwehr. Schiffe fuhren nur noch langsam oder gar nicht mehr.

Laut Hochwassermeldezentrum Mosel in Trier war der Fluss in der Stadt schon in manchen Bereichen über die Ufer getreten. Einige kleinere Straßen waren überschwemmt. Der Pegelstand an der Mosel in Trier betrug am Samstagnachmittag 8,20 bis 8,30 Meter. Der durchschnittliche Wert liegt dort bei etwa 3,20 Metern. Wegen einsetzenden Regens müsse mit einem Pegelstand von 8,50 bis 8,60 Metern in der Nacht auf Sonntag gerechnet werden. Während sich am Sonntag die Lage nur geringfügig ändern dürfte, dürfte am Montag nach und nach wieder Entspannung an der Mosel einkehren.

Am späten Nachmittag stagnierten die Wasserstände nach Angaben der Feuerwehr Koblenz an der Mosel etwa ab der Höhe von Trier. Nachdem in der Stadt zwischen Rhein und Mosel die Stadtteile Neuendorf und Lützel bis zu einem Wasserstand von 8,45 Metern geschützt sind, sollten am Sonntag auf der rechten Rheinseite Stege aufgebaut werden. In der technischen Einsatzleitung der Feuerwehr Koblenz sind seit Samstag rund 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

In einigen Ortschaften an der Mosel standen Häuser unter Wasser. Dazu gehörten Pünderich (Kreis Cochem-Zell) und Ürzig (Kreis Bernkastel-Wittlich). Wie Ortsbürgermeister Arno Simon sagte, waren Keller, Wohnungen und Straßen in der Ortschaft Ürzig überschwemmt. Feuerwehrleute unterstützten die Betroffenen. “Die Menschen stapeln Sandsäcke auf, pumpen Keller leer und räumen Wohnungen aus. Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder entspannt”, fügte Simon hinzu.

In Saarbrücken musste die Stadtautobahn 620 wegen des Hochwassers in beiden Richtungen gesperrt bleiben. Der Pegel der Saar war in der Nacht zum Samstag weiter gestiegen, die Fahrbahnen waren teilweise überflutet.

Auf der Mosel waren am Samstagmittag schon keine Schiffe mehr unterwegs. Der komplette Fluss war gesperrt. Wie lange dies so bleibt, war noch unklar. Ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Koblenz gab sich zurückhaltend. Womöglich könnten am Montag wieder Schiffe fahren. “Das ist aus meiner Sicht aber eine sehr optimistische Einschätzung”, sagte er.

Situation in Luxemburg

In Luxemburg rechnet das Ministerium für Infrastruktur mit einem weiteren Anstieg der Mosel um drei Zentimeter pro Stunde – bis in die Nacht auf Montag. Dann könnte an der Messstation Stadtbredimus ein Pegel von 6,90 bis 7,10 Metern erreicht werden. Letzterer Wert wäre auch die Schwelle zur Voralarmstufe Orange.

2 Kommentare

  1. Dei Leit kennen mir nett Leed doen. Et as schon emmer Heichwaasser op der Musel gin. Blöd wien duer wunne geet. Baut nach mei an versigelt de Buedem. T’Waasser fennt emmer sein Wee.

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