Rodrigue Dikaba spielte drei Jahre für den F91 Düdelingen, ehe er in dieser Saison zur Fola wechselte. Im Hinspiel der Europa-League- Qualifikation zwischen der „Doyenne“ und dem FC Prishtina überzeugte er mit einer guten Leistung. Im Rückspiel möchte er mit seinem neuen Team unbedingt weiterkommen.

Von unserem Korrespondenten Ted Koob

Tageblatt: Wie hat sich deine Rolle bei der Fola im Vergleich zu der beim F91 Düdelingen verändert?
Rodrigue Dikaba: Eigentlich hat sich nicht viel verändert. Ich möchte ein Leader in der Mannschaft sein und ihr mit meiner Erfahrung weiterhelfen. Ich führe die Gruppe nicht nur auf dem Feld an, sondern versuche, den jungen Spielern auch außerhalb des Platzes weiterzuhelfen.

Trainer Thomas Klasen ist zufrieden mit dir und hat dich im Hinspiel als einzigen Neuzugang in der Startelf aufgeboten. Beflügelt dich dieses Vertrauen?
Das Verhältnis zwischen dem Coach und dem Spieler ist immer wichtig und ich bin froh, dass er mir dieses Vertrauen schenkt. Bereits vor meinem Wechsel hat er mir signalisiert, dass er auf meine Qualitäten zählt. Auf dem Platz versuche ich nun, dieses Vertrauen mit Leistung zurückzuzahlen. Ich gebe alles für den Trainer, die Fans und den gesamten Verein.

Das Hinspiel endete 0:0. Eine Enttäuschung?
Nach dem Spiel waren wir alle ziemlich frustriert. Wir hätten gegen diesen Gegner ein Tor erzielen müssen. Dennoch dürfen wir die positiven Aspekte nicht vergessen. Wir haben kein Gegentor kassiert, standen defensiv sicher und haben wenig bis keine Torchancen zugelassen. Wir können mit dieser Ausgangslage im Rückspiel immer noch weiterkommen. Das ist auch unser Ziel.

Für die Fola war es nach der Vorbereitung das erste Pflichtspiel, Prishtina hatte vorher schon zwei Spiele in den Beinen. War das ein Grund, warum der Rhythmus im Angriffsspiel fehlte?
Wir haben in den Vorbereitungsspielen gute Leistungen gezeigt. Allerdings sind offizielle Pflichtspiele immer etwas anderes. Der Gegner wirkte vielleicht etwas frischer, aber den Vorteil werden sie im Rückspiel nicht mehr haben.

Welches Spiel erwartest du?
Es wird eine sehr heiße Angelegenheit, die Stimmung wird wie in den osteuropäischen Ländern üblich euphorisch sein. Wir müssen uns auf dem Platz gut vorbereiten, aber auch mental auf dieses Spiel einstellen.
Der Gegner gilt als heimstarke Mannschaft. Wie wird die Fola das Spiel angehen?
Es wird ein taktischer Kampf, in dem beide Mannschaften versuchen, nicht zu viel Risiko einzugehen. Dennoch werden wir versuchen, vorne ein Tor zu schießen. Mit einem Tor haben wir gute Chancen, weiterzukommen. Wir müssen über das ganze Spiel intelligent auftreten und dürfen den starken Gegner nicht zu Torchancen einladen.

Die Stimmung auf den Tribünen könnte laut werden. Hat der Trainer die Mannschaft darauf vorbereitet?
Nein, er hat das nicht angesprochen. In Europapokalspielen sind wir bis in die Haarspitzen motiviert. Außerdem haben wir, was internationale Spiele betrifft, eine erfahrene Mannschaft. Letztes Jahr haben meine Mitspieler zwei Qualifikationsrunden überstanden. Zusätzlich haben wir einige Spieler, die bereits mehr als zehn europäische Spiele absolviert haben. Wir sollten uns auf die sportliche Leistung konzentrieren und uns nicht vom Umfeld verunsichern lassen.

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