Mit der gestrigen Eröffnung des größten, modernsten, übersichtlichsten hauptstädtischen Parkhauses bekommt die Geschäftswelt am Bahnhof eine neue Chance – und ihrer Kundschaft öffnen sich neue Perspektiven.

Die geladenen Gäste konnten bei der offiziellen Einweihung des ersten, mit einem kundenfreundlichen Leitsystem ausgestatteten Parkhauses in der Hauptstadt noch nicht nachprüfen, ob es alle Versprechen hält. Erst ab 14 Uhr war es, nach 20-monatiger Bauzeit, fürs Publikum zugänglich.

Der erste Eindruck war positiv. Das Parkhaus ist hell, die mit Aluminiumlamelle bestückte Waschbetonfassade gibt ihm ein zeitgenössisches Flair. Es bietet 13 Frauenparkplätze an, die nahe am Büro des Wächters und unmittelbar neben dem Stiegenhaus liegen, sowie 20 spezielle Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos und 17 extra-breite Parkplätze für Autofahrer oder Passagiere mit eingeschränkter Mobilität. 147 der insgesamt 677 Plätze sind außerdem mit 2,5 Metern ebenfalls etwas breiter, was besonders Eltern mit Kleinkindern oder älteren Menschen mit Gehhilfen entgegenkommt.

Informationstafeln sowie Leuchten über dem jeweiligen Parkplatz informieren über freie Plätze. Vereinfacht wird auch die Ausfahrt: Die technischen Einrichtungen am Ausgangsbereich erkennen am Nummernschild, ob der Autofahrer bezahlt hat und öffnen sich dann automatisch.

Willkommen sind auch die Radfahrer: Sie können ihre Räder gleich neben der Einfahrt auf 40 Plätzen unterstellen. Dafür müssen sie einen speziellen Eingang benutzen, der das Fahrrad erkennt und ihnen ein Ticket ausstellt, mit dem sie auch wieder abfahren können.

Größtes Parkhaus der Hauptstadt

Die Einfahrt zum Parkplatz liegt, wie gehabt, in der rue du Fort Neipperg, heraus kommt man über die rue du Chemin de fer. Hier gibt es, neben den beiden Fußgängereingängen in der rue du Fort Neipperg auch einen dritten Eingang, sodass das Parkhaus optimal an das Bonneweger Stadtviertel angeschlossen ist.

Die 677 Parkplätze, die aus dem Fort Neipperg das größte Parkhaus der Hauptstadt machen, verteilen sich über insgesamt 19 Etagen, davon 13 ober- und 6 unterirdisch. Die obersten Parketagen liegen unter freiem Himmel. Die Autos werden jedoch von einer leichten Metallstruktur geschützt, auf der Solar- und Fotovoltaikzellen eingerichtet wurden. Der einzige negative Punkt ist die geplante Brasserie, die zwar vorgesehen war und auch betriebsfähig ist, jedoch noch keinen Betreiber gefunden hat.

Im Jahr 1983 gebaut

Das Parkhaus Neipperg stammt aus dem Jahr 1983, damals mit 810 Stellplätzen. Es hatte in den letzten 35 Jahren jedoch stark gelitten und war vielen Autofahrern nicht sicher genug. Daraufhin hat der Gemeinderat 2015 grünes Licht für eine komplette Erneuerung gegeben und 21 Millionen Euro bereitgestellt. Am 1. März 2018 haben die Arbeiten unter der Regie des Architekturbüros WW+ begonnen, seit gestern Nachmittag sind sie Vergangenheit.

Die Geschäftswelt des Bahnhofsviertels kann die 677 zusätzlichen Parkplätze nur begrüßen. Sie steigern die Attraktivität und sie sind willkommen, solange die Bauarbeiten an der Tramstrecke und die seit Sonntag veränderten Buslinien den Umstieg auf die sanfte Mobilität vorerst noch erschweren.

1 Kommentar

  1. “147 der insgesamt 677 Plätze sind außerdem mit 2,5 Metern ebenfalls etwas breiter, was besonders Eltern mit Kleinkindern oder älteren Menschen mit Gehhilfen entgegenkommt.”

    Déi si fir d’Groussstadfierschtere mat hire Panzeren.

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