Es war eine einmalige Chance, mit einem Sieg im Stade Josy Barthel gegen Weißrusslad hätte die FLF-Auswahl sich am zweitletzten Spieltag der Gruppenphase in der Nations League vorzeitig den ersten Gruppenplatz und somit den Einzug in die Finalrunde sichern können. Doch Weißrussland, fast schon Stamm-Gegner der letzten Jahre, konnte beim wichtigsten Spiel des Jahres am Ende über ein 2:0 jubeln.

Mit drei Eckbällen während der ersten neun Minuten zeigten die Weißrussen sofort, dass sie die drei Punkte unbedingt mit nach Hause nehmen wollten. Die Gäste zogen fast ohne Unterbrechung in Richtung des luxemburgischen Strafraums.

Die erste Entlastung für die Holtz-Truppe gab es erst in der 12. Minute, als Luxemburg nach einer Standard-Situation ein erste kleiner Warnschuss gelang. Olivier Thill gab den Ball in den Strafraum zu Joachim, der zurück zu Sinani leitete, doch der Abschluss brachte Gorbunov im Gäste-Tor nicht in Gefahr. Trotz der ersten Chance der Gastgeber waren es aber weiterhin die Weißrussen, die das Spielgeschehen bestimmten.

Immer wieder Dragun

Philipps und Chanot hatten in der Innenverteidigung alle Hände voll zu tun und nach einer halben Stunde wurden die Gäste immer gefährlicher. Stanislav Dragun hatte binnen nur zwei Minuten direkt zwei Möglichkeiten sein Team in Führung zu bringen. Ein erster Schuss in der 32. ging nur wenige Zentimeter am Gehäuse von Anthony Moris vorbei. Fast unmittelbar im Anschluss hielt der luxemburgische Torhüter einen Kopfball vom defensiven Mittelfeldmann der Gäste.

Die Führung der Weißrussen lag in der Luft und in der 37. Minute war es schlussendlich Dragun, der die Gäste jubeln ließ. Anton Saroka legte im Strafraum auf den bisher auffälligsten Weißrussen zurück, der seine dritte dicke Chance nutzte.

Jans und Co. schafften es vor der Pause noch einmal in den gegnerischen Strafraum und erspielten sich ihren ersten Eckball, doch ging es mit einem Rückstand in die Halbzeitpause. Diese nutzte Trainer Luc Holtz für den ersten Wechsel. Für Gerson kam Offensivmann Bensi und direkt mit seinem ersten Ballkontakt hatte dieser den Ausgleich auf dem Fuß, der Ball landete jedoch am Außennetz. Dennoch wirkten die “Roten Löwen” plötzlich frischer.

54. Minute: Jähes Ende

Doch erneut war es Stanislav Dragun, der den luxemburgischen Träume auf eine Qualifikation für die Finalrunde der Nations League ein jähes Ende bereitete. Nach einem Freistoß in den Strafraum versenkte er eiskalt, Martins und Philipps behinderten sich gegenseitig, wodurch der Weißrusse ohne Gegenwehr abschließen konnte.

Kapitän Jans versuchte seine Mitspieler direkt nach dem zweiten Schock des Abends nach vorne zu treiben. Seine Teamkollegen tauchten immer öfters vor Torwart Gorbunov auf. Die beste Chance zum Anschlusstreffer hatte Joachim in der 69., doch der Ball landete an der Latte. Zehn Minuten später vergab der eingewechselte Da Mota. Ein Tor sollte der FLF-Auswahl an diesem Abend nicht mehr gelingen.

Somit übernimmt Weißrussland die Tabellenführung und liegt nun zwei Punkte vor Luxemburg. Am Sonntag tritt die Holtz-Truppe am letzten Spieltag in Moldawien an. Weißrussland bekommt es mit dem weiterhin punktlosen Tabellenschlusslicht San Marino zu tun.

Statistik:

Luxemburg: Moris – Jans, Philipps, Chanot, Gerson (46. Bensi), Jänisch – O. Thill, Martins, Sinani, Turpel (67. Da Mota) – Joachim

Weißrussland: Gorbunov – Shitov, Martynovich, Sivakov, Volodko – Dragun, Maevski – Stasevich, Hleb (74. Putilo), Savitski (72. Balanovich) – Saroka (85. Signevich)

Schiedsrichter: Gözübüyük – Van de Ven, Goossens (alle Niederlande)

Gelbe Karten: Jänisch, O. Thill, Martins, Philipps – Saroka, Dragun

Tore: 0:1, 0:2 Dragun (37., 54.)

Zuschauer: 4.533 zahlende

6 Kommentare

  1. Hoffen, dass de Nationale Footballstadion geschwënn fäerdeg as an dann och genotzt gët: Zwar vleit net onbedéngt fir Football oder aner fréier mol interessant Eventer.

    Mee fir Rammstein & Co wier en z.b. ideal, da misst och kee Bësch etc. – z.B.: Härrchesfeld oder esou – dofier duerhalen!

  2. Die Geheimnistuerei ( Wichtigtuerei ) unseres Trainers erwies sich als echter Rohrkrepierer.

    Die Spieler wirkten gehemmt und zeigten eine schwache Leistung.

  3. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Nach dieser wichtigtuerischen Abschottung im hohen Norden, die Ernüchterung. Wenn man seine Spieler einem derartigen Druck aussetzt, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie diesem nicht standhalten können und im entscheidenden Augenblick versagen. Dazu braucht man kein grossartiger Psychologe zu sein. Aber Psychologie gehört nun mal zum Trainerberuf.
    Und für solche grossartigen Auftritte brauchen wir ein neues, grösseres, millionenschweres Fussballstadion! Das kann sich nur Luxemburg leisten, auf Platz 102 beim BIP!

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