Der heute 50-jährige John S. musste sich vor dem Tribunal wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, bei einem Autounfall zwischen Moestroff und Reisdorf an der Sauer den Tod eines anderen Verkehrsteilnehmers verursacht zu haben.

S. soll am 22. Januar 2017 bei einem Überholmanöver mit seinem Sportwagen den Wagen eines 75-Jährigen gestreift haben. Der ältere Herr verlor daraufhin die Kontrolle über seinen Kleinwagen und prallte gegen einen Baum. S. hatte zum Tatzeitpunkt Alkohol im Blut. Das damals 75-jährige Opfer, das den Sicherheitsgurt bewusst nicht angelegt hatte, erlitt trotz des Airbags massive innere Verletzungen, die zu seinem Tod geführt hatten. Es war mit 30 bis 40 km/h unterwegs, während der Verursacher mit 44 und 90 km/h deutlich schneller war.

Die Polizei hatte vor Ort den erhöhten Alkoholkonsum des Fahrers festgestellt. Es wurden 1,05 Promille gemessen. Die öffentliche Anklage hatte sechs Monate Haft auf Bewährung und ein Fahrverbot von drei Jahren gefordert.
Am Donnerstag wurde der Unfallfahrer nun zu einer Geldstrafe von 4.500 Euro, Prozedurkosten von 12.135 Euro und einem Fahrverbot von drei Jahren mit 27 Monaten auf Bewährung verurteilt. Während der neun Monate festen Fahrverbots darf er sein Auto beruflich nutzen.

von Carlo Kass

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