Die Debatte um die Reform des Naturschutzgesetzes ist im luxemburgischen Parlament kurz vor 18 Uhr unterbrochen worden: Staatssekretär Camille Gira (“déi gréng”) hatte kurz nach Beginn seines Beitrags einen Schwächeanfall erlitten und musste medizinisch behandelt werden. Wie später bekannt wurde, erlitt er einen Herzstillstand.

Wenige Minuten zuvor hatte Gira als abschließender Redner mit seinen Ausführungen zum neuen Naturschutzgesetz begonnen. Sichtlich bewegt hatte er zu Beginn auf die Anschuldigungen seiner Vorrednerin Martine Hansen (CSV) reagiert, die ihm vorgeworfen hatte, den Abgeordneten wichtige, für die Begutachtung des Reformgesetzes notwendige Unterlagen nicht ausgehändigt zu haben. Die beantragten Dokumente seien längst öffentlich zugänglich gewesen, so Gira. Dabei ging es unter anderem um ausgewiesene Schutzzonen. Der CSV zufolge erschwere das neue Gesetz der Agrarwelt das Leben.

Einen Zusammenhang zwischen dem Unwohlsein von Camille Gira und den Ausführungen von Martine Hansen gebe es jedoch nicht, sagten mehrere Abgeordnete, darunter auch Vertreter der Grünen-Fraktion. Gira ist seit Tagen gesundheitlich angeschlagen.

Die Sitzung wird am Donnerstag ab 14 Uhr fortgesetzt. Auch die Abstimmung über das Gesetz dürfte in der Donnerstagssitzung erfolgen.

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