Am Sonntag lud das Nationalmuseum für Geschichte und Kunst zu kostenfreien Entdeckungstouren durch die Römervilla in Echternach.

Von unserem Korrespondenten Alain Muller

Zahlreiche Besucher des Echternacher Sees nutzten die Gelegenheit, um einen genaueren Blick hinter die Mauern und Hecken zu werfen, an denen sie vermutlich schon öfter vorbeigeschlendert sind. In unmittelbarer Nähe des Sees liegen die Überreste einer der größten Römervillen nördlich der Alpen. Das ehemals prunkvolle Wohnhaus des Villenbesitzers kann mitsamt Thermen besichtigt werden. Daneben befindet sich ein kleines Museum mit Szenen aus dem römischen Alltag und Modellen, wie die Villa außen und innen im 1. Jahrhundert nach Christus wahrscheinlich ausgesehen hat.

Es gab Führungen in verschiedenen Sprachen durch die Villa. Viele Fragen über die einzelnen Bauepochen, die Nutzung der Räumlichkeiten, die Bäder, die Wasserversorgung sowie die Siedlungen der Römer in der Umgebung wurden gestellt. Besonderes Interesse fand der artenreiche römische Garten. Detaillierte Informationen darüber gab es von den Mitarbeitern des Naturmuseums.

Im kühlen Schatten waren verschiedene Stände mit Informationsmaterial über römische Bauten in Luxemburg zu finden. Mit Freude formten Kinder römische Töpfe und Schüsseln. Und schmecken konnte man die antike römische Küche ebenfalls: Zum Beispiel gab es Moretum – eine Kräuterpaste aus Käse, Olivenöl, Knoblauch, Selleriegrün und Koriander. Sie wurde nach einem Rezept aus dem siebten Buch von Apicius zubereitet. Ebenfalls zu probieren gab es die Lactuca sativa (Salat) mit Linsen und Gewürzen. Dazu gab es gewürzten Wein oder Traubensaft mit Honig. Unter Anleitung von “römischen Mägden” konnten die Besucher sogar ihre eigene römische Gewürzpaste zubereiten.

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