In den Tagen vor dem 6. Dezember sind der „Kleeschen“ und seine Helfer im Dauereinsatz. Die Kinder, aber auch einige Erwachsene, sind jedes Jahr aufs Neue begeistert, den Nikolaus persönlich treffen zu dürfen.

Pünktlich zum ersten Advent kam der Nikolaus bei passenden Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee nach Düdelingen. Wie bereits seit langen Jahren hatten der Geschäftsverband und das „Syndicat d’initiative“ ihn eingeladen. Wenn das Wetter es zulässt, unternimmt der weißbärtige Mann samt seinen Engeln und Knecht Ruprecht eine Rundfahrt durch das Zentrum der „Forge du Sud“.

Über 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus rund einem Dutzend Vereinen folgten dem Zugwagen und warfen den Passanten Nüsse und Bonbons zu. Endstation des Festzugs war das Rathaus. Hier hieß Bürgermeister Dan Biancalana den „Kleeschen“ vor den Augen der vor Freude gespannt wartenden Kinder und deren Eltern willkommen.

400 „Titercher“ verteilt

Der Bürgermeister bedankte sich beim Nikolaus, der mit seinen geheimnisvollen Gesellen den weiten Weg nach Düdelingen auf sich genommen hat und mit dem ersten Schnee ein schönes Geschenk mitgebracht habe. Dann bat er den heiligen Mann selbst ans Rednerpult. Dieser appellierte wie sein Vorredner auch u.a. daran, dass die Kinder artig und respektvoll bleiben sollen. Dann kam der Moment, den sich die rund 400 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren herbeigesehnt hatten: Der „Kleeschen“ nahm mit seinem Gefolge im Rathaus Platz und empfing die Kinder, um ihnen eine „Titchen“, gefüllt mit Fair-Trade-Schokolade und -Obst, zu überreichen. Die weniger artigen Kinder, die eine Rute erhielten, versprachen, im kommenden Jahr braver sein zu wollen.

Vor, zwischen und nach der Überreichung der traditionellen Tüte konnten sich die Kinder auf der am Samstag eröffneten Weihnachtskirmes die Zeit vertreiben. Nicht nur in Düdelingen war der „Kleeschen“ zu Gast. Die Tageblatt-Fotografen haben auch in Luxemburg-Stadt und in Esch/Alzette die feierliche Ankunft des Nikolaus auf Bild festgehalten.

3 Kommentare

    • Sankt Nikolaus ist doch eher eine Tradtion und hat weniger mit Religion oder Kirche zu tun. Wer hat die Bescherung denn eingeführt, doch nicht etwa der Papst oder der Bischof? Es ist nun einmal ein Fest für die Kinder, ob man es gutheisst oder nicht. Ich persönlich war und bin kein Freund von diesem Betrug an den Kleinen, von dem letztendlich wieder nur die Geschäftswelt profitiert. Die Kinder werden irregeführt und die spätere Enttäuschung kann zu einem bleibenden Vertrauensverlust führen. Pädagogisch gesehen ein grober Fehler!

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