Der Ministerrat beschäftigte sich am Mittwoch mit dem medizinischen Einsatz von Cannabis. Dieser sei ein wichtiger Schritt, um “die Schmerzen und Leiden einiger Patienten dort zu lindern, wo die üblichen Behandlungen versagen”.

Auf der Tagesordnung stand deshalb eine Reform des Gesetzes von 1973 über den Kampf gegen die Drogensucht. Durch eine Veränderung dieses Gesetzes solle es in Zukunft erlaubt sein, in Luxemburg Cannabis für medizinische Zwecke zu nutzen. Die Regierungsmitglieder gaben ihr grünes Licht für dieses Gesetzesprojekt.

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17 Kommentare

  1. Legaliséiert et endlech richteg, staatlech kontrolléiert, mat allem drun. Aus der Illegalitéit eraus. Fäerdeg mat der Kriminaliséierung, dem Verfollege an der Bestrofung vu Leit. Eng Politik déi näischt bruecht huet a näischt bréngt a just deier kascht an esouguer nach kontraproduktiv ass, well et mol keng Kontroll am Usaz erlaabt. Steierbännchen drop an dann ass Schluss. Maacht w.e.g. endlech Neel mat Käpp amplaz weider d’Leit ze verdommen an der Pharmaindustrie an den Dealer d’Suen ze ginn. Eng Legaliséierung léist sécher net all Problemer am Ëmgang mat Cannabis, mä méi schlëmm wéi elo kann et bestëmmt och net ginn. Zumindest hätt een dann eng gewësse Kontroll iwwer de Marché an d’Qualitéit, elo nämlech huet ee praktesch guer keng. An, erlaabt och d’Zuucht vun e puer Planze fir den eegene Gebrauch!

  2. D´Regierung huet Anscht well gaaaanz vill Leit hei a Letzebuerg dofir sinn dass Canabis legaliséiert gett.

    An dann wen meng Där wielen dëss Wieler am Oktober 2018????

    Natierlech PID man Jean Colombera!!!

    • Dat hoffe mir. Mir hoffen awer och dass mir net just wéinst onser Astellung zum Cannabis gewielt ginn.
      Op onse Programm stinn nach ganz vill aner innovativ Punkten, wou Regierungen aus da Vergaangenheet, an aktuell, sech net dru getraut hunn. 🙂

  3. Ich möchte ebenfalls auf die wirtschafliche Nutzung des Kulturhanfs hinweisen welche historisch höchsten Stellenwert genoss.
    Wurden früher die Löschschläuche, welche das Eimerprinzip bei Löscharbeiten stark verbessert hat, einzig und allein aus Hanffaser hergestellt, so könnte die Hanffaser heute eine erwiesenermassen bedeutende Position im Baubereich einnehmen.
    Nachdem zahlreiche Baubiologen eindringlich vor der massiven Anwendung von Styropor gewarnt haben, werden sie in ihren Bedenken inzwischen deutlich bestätigt.
    Styropor kann trotz chemischer Behandlung gegen Fäulnis und Brand, weder dem Pilzbefall Stand halten, noch gefährlichen Sickerbrand, wobei zusätzlich hochtoxische Dämpfe freigegeben werden.
    Styropor ist stark umweltbelastend bei der Herstellung und wird mittlerweile ein noch grösseres Problem bei der Entsorgung als hochgiftiger Sondemüll.
    Hanf dagegen ist eine atmungsaktive, gut isolierende Naturfaser, welche sich z. B. nicht nur in der Krebsheilung, sondern auch (im bautechnischen Bereich) bei der Krebsprevention auf natürliche Weise anbietet. Dies trifft auch auf weitere schlimme Erkrankungen zu (Atemwegserkrankungen, …).
    Statt unsere noch erhaltene Ländereien endgültig zu versiegeln und sie an riesige, wasser-und stromverschlingende Konzerne abzugeben wären wir sicherlich gut beraten uns auch wirtschaftlich im ökologischen Bereich gerade jetzt eine Vorreiterposition zu sichen.

    • Hanfsamen sind sehr nahrhaft. Reich an hochwertigen Proteinen aber arm an gesättigten Fetten. Sie enthalten alle für den Menschen essenziellen Fettsäuren. Der Verzehr der Samen war sicherlich die früheste Begegnung der Menschheit mit dieser vielfältig nutzbaren Pflanze.

  4. Een wou geint eng légaliseierung vum Cannabis as muss wuel Tomaten op den Aaen hun. A leiwer Schraads Gelder zur Fenster erauswerfen wei Suen an d’Keess ze kreien. Pardon mais mier wessen jo och wei Cannabis mettlerweil am Ausland gehandhabt get. Dr Colombera.. net schloofen weg (bei allem Respekt)

  5. Bei soviel positiver Resonanz sollte sich der Gesetzgeber ungeachtet von Parteiengeplänkel mal endlich dazu durchringen. Aber dazu fehlt der Mut.Schade.

    • Jeder soll sein Pflänzchen selber züchten können.
      Cannabis soll aber auch in Luxemburg für den Verkauf angepflanzt werden.
      Wir sind schon zur Genüge vom Ausland abhängig.

  6. A,—Was sagen kompetente Spezialisten aus dem Ausland betreffend Cannabis in der Medizin?
    Gemeint sind unabhängige Forscher mit einem Akademiker- und Erfahrungsgrad über dem des Allgemeinmediziners.
    B.— Enttäuschend für THC-Liebhaber: Cannabis kann für einen medizinischen, also HEILENDEN Zweck —-niemals zum Rauchen empfohlen—- werden. Dieses Gras, resp. Gemüse hat noch etliche kaum erforschte Schadsubstanzen mehr als der Tobak, schädigt die Lunge logischerweise zusätzlich.

  7. Schadstoffe entstehen praktisch nur wenn es geraucht, das heisst verkohlt, wird. Teer entsteht immer bei jedem organischen Material, das verkohlt. Diesen Prozess nennt man auch Pyrolyse. Wenn das Cannabis jedoch lediglich auf eine bestimmte Temperatur erhitzt wird, mittels eines Vaporizers, besteht bei der Anwendung für medizinische Zwecke kaum ein Problem. Und wer seine Lungen mit Tabak verschmutzt, ja, der sollte sich auch über etwas Harz und andere Substanzen nicht aufregen. Immerhin nimmt er insgesamt doch mehr Schadstoffe durch das Rauchen von Tabak als durch Cannabis auf.

    • “Immerhin nimmt er insgesamt doch mehr Schadstoffe durch das Rauchen von Tabak als durch Cannabis auf.”
      Sagt Ihnen das Ihr Gefühl oder haben Sie das aus einem neutralen Lesestoff? Darf man die Bezugsquelle haben ?
      Immerhin : Schadstoff Tabak plus Schadstoff Canabis= eindeutig ein plus an Schadstoffen. Nicht empfehlenswert.

      • Ja, wer raucht und dem Tabak Cannabis hinzufügt, nimmt etwas mehr resp. noch andere Schadstoffe auf. Aber angesichts des Tabakrauchens kommt es auf diese vermehrte Schadstoffaufnahme kaum an, denn vor allem wird ja Tabak geraucht und somit ist das Tabakrauchen auch das grössere Übel.

  8. Ob eine Droge als legal oder illegal eingestuft wird, hat recht wenig mit ihrem Suchtpotential, ihrer schädigenden Wirkung oder ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz zu tun. Die Leidtragenden der Prohibition sind in erster Linie die Konsumenten und Konsumentinnen, während kriminelle Strukturen und riesige unkontrollierbare Schwarzmärkte von der Illegalität profitieren.

    Nicht nur verhindert eine repressive Politik einen bewussteren Umgang mit psychoaktiven Stoffen, sondern verursacht zusätzlich neue Probleme. Die Prohibition kostet die Gesellschaft ein Vermögen und richtet weitaus mehr Schaden an als der Konsum der illegalen Drogen selbst (Drogentote, Beschaffungskriminalität, Prostitution, organisiertes Verbrechen, Verbreitung von Krankheiten, Verelendung, Schulverweise, Inhaftierungen, usw.). Die Prohibition drängt vor allem die für soziale Ausgrenzung sensibelsten Personen, Jugendliche und junge Erwachsene an den Rand der Gesellschaft und fördert deren sozialen Abstieg durch die mit der Kriminalisierung verbundenen Sanktionen.

    Es ist nicht sinnvoll, Gesetze so durchzusetzen, dass sie im Leben von Menschen mehr Schaden anrichten können, als das Verhalten, von dem diese Gesetze abhalten sollen, besonders wenn es ausser dem Bestraften keinen Geschädigten gibt. Drogenpolitik soll sich an der gesellschaftlichen Realität orientieren, auf Schadensverminderung und Hilfeleistung ausgerichtet sein und nicht weiter an längst gescheitereten moralischen Vorstellungen festhalten.

  9. Interessant Fro:

    Waat geif mei Geld an d’Schtaads Keess brengen an deenen naechsten 5-10joer.

    “A”- eng légaliseierung vum Cannabis inclusive TVA, job creation duech recherche, ubau, QC an verkaaf, abolitioun vun villen Poursuite Juridiqu’en (wou zum gleck) gutt bezuelten Lait dorun schaffen dei mat Schteier Gelder bezuelt gin.
    Do duerg geif dan och den “job” vun dem Schtrossen dealer greissten deels verschwannen.
    Also eng ganz Kettereaktioun vun Geld eran kreien an Geld schpueren.

    Oder “B”- Space Mining, am Focus vun der Öffentlechkeet, wat mat secherheet och eng fantastesch Saach as!!! Ouni et an iergend enger Weis weilten schlecht ze machen(!)

    As just en gedanken.. an fillaicht eng Iwwerleeung wärt!?

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