Mehr als jeder vierte Führerscheinanwärter ist im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz an der Fahrprüfung gescheitert – und sogar mehr als ein Drittel im Saarland. Das geht aus  Angaben des Kraftfahrtbundesamts hervor.

Demnach bestanden in Rheinland-Pfalz 27 Prozent die praktische Prüfung nicht. Im Jahr zuvor waren es noch 25,1 Prozent. Bei den theoretischen Prüfungen lag die Durchfallquote bei 33,5 Prozent. Im Saarland scheiterten 35,3 Prozent der Schüler an der praktischen Prüfung. Im Jahr zuvor waren es noch 31,6 Prozent. Bei den theoretischen Prüfungen lag die Durchfallquote sogar bei 37,8 Prozent. Noch schlimmer stellten sich die Fahrschüler übrigens in Hamburg an: Dort rasselte mit 41,6 Prozent fast jeder Zweite durch die Fahrprüfung. Deutschlandweit liegt die Quote bei 28,1 Prozent.

Allzu hämisch dürfen sich die Luxemburger aber nicht freuen. Laut Zahlen aus dem Jahr 2015 vielen hierzulande nämlich 46,2 Prozent aller Prüflinge beim praktischen Fahrtest durch.

Ein Hauptgrund für die Entwicklung in Deutschland sei der Fahrlehrermangel in Zusammenspiel mit den steigenden Schülerzahlen, sagt Andreas Wey, Inhaber der Fahrschule Auler in Trier. “Die Belastung für die Lehrer wird immer höher”, sagte Wey. Gleichzeitig sinke die Ausbildungsqualität. Dazu komme, dass Fahrschüler heute nicht mehr so praxisorientiert wie früher seien. “Sie sitzen eben lieber vor der PlayStation”, sagte Wey. “Die Jugendlichen sind heute zu sehr auf Handy und Laptop konzentriert”, meinte Blamberg. Dadurch seien grobmotorische Fähigkeiten schlechter entwickelt, die für das Autofahren nötig seien.

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