Die Abgeordneten im Parlament müssen sich mit einem Verbot der Treibjagd beschäftigen. Eine entsprechende Petition hat innerhalb von zwei Tagen das benötigte Quorum von 4.500 Unterschriften erreicht.

Die Initiative geht auf den Bürger Mike Clemens zurück. Er hält die Methode der Treibjagd für antiquiert und nicht im Einklang mit dem aktuellen Tierschutzgesetz. Wildtiere zu Jagdzwecken durch die Wälder zu treiben, sei eine unethische Methode: Dies setze Tiere besonderem Stress aus und führe oftmals zu unnötigem Leid. “Ein Tier ist kein Objekt und soll mit dem nötigen Respekt behandelt werden”, so Clemens.

Die Jagdtechnik beinhaltet laut Argumentation des Petenten auch Risiken für den Menschen. Panische Tiere könnten auf Straßen flüchten und Autofahrer in Gefahr bringen – so wie zuletzt geschehen im Oktober auf der A7. Mehr als 5.700 Bürger folgten bereits der Argumentation von Clemens und unterzeichneten die Petition.

Marc Jacobs, der Präsident des Jagdverbandes Luxemburgs, hat mittlerweile bereits Stellung auf Radio 100,7 bezogen. Er verteidigt die “Bewegungsjagd” als effiziente Art, dem gesellschaftlichen Auftrag gerecht zu werden, den Wildbestand in den Wäldern zu regulieren. Überdies haben die Jäger eine Gegenpetition beim Parlament eingereicht, die sich für die Fortführung der Treib- bzw. Bewegunsgjagd ausspricht. Diese Petition hat allerdings erst 250 Unterstützer gefunden.

Ein Bürger hat zudem eine dritte Petition eingereicht, die ein generelles Jagdverbot in Luxemburg verlangt. Diese Bittschrift haben aktuell 550 Personen unterzeichnet. Die Frist, um eine der drei Petitionen zu unterzeichnen, läuft noch bis zum 31. Januar 2019.

17 Kommentare

  1. Absolut richteg.Et soll een der Klappjuegd en Enn machen.Et ass souwisou keng Ethik mei bei den Jeer ze fannen.Kee Respekt virun neischt a kengem.Den meeschten Jeer geht et jo nemmen em de Spass an d’De’er get jo net als Liwewiesen ugesin.Dofir hun ech mein Juegdpermis met 1990er Joeren ofgin well ech gemierkt hun,wei Liewewiesen behandelt gin.

  2. Vielleicht mol kuerz eng Zitatioun vum Theodor Heuss, eischten deitschen BundesPräsident :
    »Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.«

  3. Bei der Petition FÜR die Treibjagd ist mir aufgefallen das der Initiator ROLAND GROTZ aus DRAUFFELT die Petition ZWEIMAL unterschrieben hatt !!!!!. Oder sollte es in einem Dorf mit 205 Einwohnern gleich zwei mit dem selben Namen geben ??

  4. Und woher sollen wir zu Weihnachten unseren Wildbraten bekommen, achja wie sieht es denn mit der brutalen Schlachtung von Schweinen, Rindern und Hühner aus.
    Wenn Wildschweine und Rehe nicht geschossen werden ist der Schaden an der Natur irreparabel denn diese Tiere fressen alle Jungflanzen oder aber pflügen Felder und Gärten um aber das nehmen die Petitioniere gerne in Kauf solange es nicht ihren Besitz betrifft.

  5. Wei ass et mam Jéer, den zu Fenteng op Leit geschoss huet? Erem eng Affäir weider ennert dem Teppech! Jiddenfalls, dem “Promi” säin Affekot kann éen rekommandeiren! Dat huet en schons bewiesen.

    • Wann een d’Klappjuegd wëll ofschaafen mam Argument, dass di wëll Déieren duerch d’Juegdhënn onnéideg gestresst ginn, wier et vläit méi sënnvoll, et géif een di vill Muppeleit äus de Bëscher haalen, déi praktesch all Dag (net nëmmen een oder zweemol am Joer) a praktesch all Bësch uechter d’Land hir Hënn fräi laafe lossen an domat di wëll Déieren all Kéiers dem Stress vun enger Klappjuegd äussetzen.

  6. Ich hoffe, dass diesmal die Politiker endlich die Meinung der Bevölkerung respektieren und die grausigen Treibjagdten verbieten (auch wenn es viele Jäger unter den Politikern gibt, leider)! Die Jäger sprechen nicht von lebenden Tieren, sie nennen die von den Treibern und der Hundemeute zu Tode gehetzten Tiere, die sie mit Freude abknallen, das “Stück”! Wieso wohl? Würden sie von Lebewesen sprechen, müssten sie sich in Grund und Boden schämen, aber das “Stück”? Damit kann man sich ja wohl noch morgens in den Spiegel schauen, bevor man dann genüsslich schuldlose Tiere umbringt! Viele Tiere werden nur angeschossen und krepieren elendig nach tagelangem Leiden. Herr Laird Glenmore schreibt von “unserem Wildbraten”: Das ist ein Denkfehler! Woher nimmt der Mensch sich das Recht zu behaupten, Tiere seien “Wildbraten”?
    Wir brauchen keine Jagd in unseren Wäldern! Lässt man die Natur in Ruhe, reguliert der Wildbestand sich von selbst. Es gibt genügend Beispiele dafür im Ausland!
    Und die unvorstellbaren Grausamkeiten, die tagtäglich in den Schlachthöfen geschehen sind des Menschen nicht würdig! Ich wurde Veganer, weil ich nicht mehr an diesen Verbrechen teilnehmen will…

    • Dir hut Recht,Viviane.Ech hu gesin wei e Je’er engem Weldschwein (Sau),dat trächteg war,durch de Bauch (oder soll ech “Panz” soen) esou dass dei ongebueren Frischlingen erausgefall sin.Den Jeer deen drop geschoss huet,war mindestens 100 meter weit eweg.Ech stoung esou 10 Meter derbai an hun net op De’er geschoss well et eben fortgeschretten trächteg war..Wei ech dat gesin hun,sin ech heemgaang an hun meng Konsequenzen doraus gezun,Wahrscheinlech wollt den Jeer emol “neemen kucken” wat et ass…also gekillt ouni ze wessen op wat hien ging scheissen.Et hät jo och können en Hond sin,oder?

      • Dir gesitt also engem Wëldschwäin am volle Galopp of, dass et Fierkelen an huet an en Aneren schéisst et grad emol 10 Meter niewt Iech? An dann och nach esou, dass den Embryo filmgerecht eräus geschleidert gëtt? Pardon, wann ech déi Story fir gaaanz liicht dramatiséiert haalen. Ech hunn iwregens nach eng Nouvelle: Sou zimlech jidder Réihgeess, déi am Hierscht op enger Klappjuegd erluegt gëtt ass och schwanger. Einfach emol d’Stéchwuert “Eiruhe beim Rehwild” googelen. Awer Dir als bekéierten Ex-Jeeër, deen elo op der gudder Säit ass wësst dat natirlech, gelldiert? 😉

  7. All Respekt Häer Randall, dir hutt ären Juegdpermis ofginn, wi der erliewt hutt, dass de Mensch keng Grenze kennt wat Grausamkeet an d’Rücksichtslosegkeet vis-à-vis vun aner Liewewiesen ugeet!
    Dir hat mat dem trächtegen Wëldschwein, wat erbarmungslos durch de Bauch geschoss ginn ass a wou hier ongebueren Frischlingen erausgefall sinn, begraff, dass esou ee Morden net méi därf weider goen…
    Et ass ze hoffen dass ëmmer méi Jéer ärem gudden Beispill nokommen, an dass sie endlech begreifen u wat fir grausam Verbriechen si all deelhuelen!
    Wat fir de Jéer “e Spaass” ass, dat ass e grausamen Iwwerliewenskampf fir onschëlleg Liewewiesen! All Dag ginn durch de Radio Norichten durchgesot wou all déi Klappjuegden sinn. Onfaassbar, wivill et der pro Dag sinn!
    Et ass un eise Politiker endlech dee Mumm ze hunn deem an onsem Johrhonnert onwürdege Morden en Ënn ze man!
    Et geet net duer Pétitionnairen, déi ee Stop vun dësen Dreiwjuegden an Juegden fuerderen, an Chamber kommen ze lossen, si schwetzen ze lossen, an dann awer alles esou sinn ze lossen wéi et war! Well dofir hu mir se net gewielt!

Schreiben Sie einen Kommentar zu ronald Antwort abbrechen


Please enter your comment!
Please enter your name here