Im Moment sollen Ärzte wegen eines Lieferengpasses keinen neuen Patienten medizinisches Cannabis verschreiben. Nun legt Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP) Zahlen zum Konsum vor. 

Das medizinische Cannabis in Luxemburg ist fast aufgebraucht. Das Gesundheitsministerium hat die Ärzte aufgefordert, keinen neuen Patienten Marihuana zu verschreiben. So soll verhindert werden, dass angefangene, erfolgreiche Therapien wegen des Lieferengpasses abgebrochen werden müssen.

In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage gibt Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP) am Mittwoch zu, dass man nicht mit diesen Konsummengen gerechnet habe. Die Regierung habe den Konsum aus den Nachbarländern hochgerechnet, um ihre Bestellungen zu betätigen. Nur war das medizinische Cannabis beliebter als gedacht. Seit Februar können Ärzte das Marihuana verschreiben. Bei 270 Patienten hielten sie es bisher für eine adäquate Lösung.

“Arbeiten an einer Lösung”

Nicht nur die Patientenzahl liegt höher als erwartet, sondern auch der Konsum. So wurden 21 Kilogramm Cannabis-Blüten seit Februar und bis zum 30. Juni konsumiert. Das entspricht einem Durchschnitt von 78 Gramm pro Patienten. Damit haben die Luxemburger Patienten durchschnittlich einen halben Gramm pro Tag konsumiert.

Die Regierung ist dabei an einer Beseitigung des Lieferengpasses zu arbeiten. Sie sucht gerade nach Anbietern, die regelmäßig Nachschub liefern können. Außerdem müssen die vorgesehenen Import-Quoten erhöht werden. Da es sich beim Cannabis um einen Rauschgift handelt, darf nicht beliebig viel nach Luxemburg importiert werden. “Das Gesundheitsministerium sucht gerade nach einer Lösung, damit der nationale Vorrat auf einem akzeptablen Niveau zu halten”, schreibt Schneider.

Medizinischer Cannabis darf in Luxemburg von Ärzte in drei Fällen verschrieben werden: Bei Patienten, die unter einer schweren Krankheit im fortgeschrittenen Stadium leiden, bei Krebs-Erkrankten, die mit einer Chemotherapie behandelt werden und bei Patienten, die unter einer Multiplen Sklerose leiden. Ärzte dürfen das Cannabis nur verschreiben, wenn sie an einer vom Ministerium angebotenen Weiterbildung teilgenommen haben.

2 Kommentare

  1. Das ist ja nicht mal ein halbes Gramm pro Tag, in den Niederlanden kostet es in der Apotheke 6€ das Gramm mit Rezept, für3€ Pro Tag und Nase ist das billig.
    Aber ich nehme an, bei uns kostet es das Doppelte und Dreifache, wenn nicht mehr.

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