Am Donnerstagabend wohnten ein paar Hundert Menschen einem von Canna Medica organisierten Vortrag über medizinisches Cannabis bei. Diese luxemburgische Vereinigung hat sich zum Ziel gesetzt, schwer kranken Patienten den Zugang zu medizinischem Cannabis zu erleichtern. In Luxemburg greifen schätzungsweise rund 800 Patienten auf medizinisches Marihuana zurück. Das Problem dabei: Auch die Verwendung von Cannabis zu medizinischen Zwecken ist illegal.

Die Schweiz hat entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen. Dort ist medizinisches Cannabis frei erhältlich, solange es vom Arzt verschrieben wurde und eine Prüfstelle zuvor grünes Licht gegeben hat. Allerdings darf der Grenzwert von einem Prozent THC nicht überschritten werden.

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Marihuana als Mundspray

Das medizinische Marihuana wird dort als Tinktur, Mundspray oder Öl vertrieben. Das reine Kraut zum Kiffen ist aber auch in der Schweiz verboten.

Dr. Manfred Frankhauser und Dr. Daniela Eigenmann betreiben in der Schweiz eine von zwei Apotheken, in denen auch medizinisches Weed angeboten wird. Sie erklärten den Anwesenden, seit wann Gras als Heilpflanze genutzt wird und bei welchen Krankheiten die Nutzung von Cannabisprodukten Besserung verspricht. “Medizinisches Cannabis kann als Appetitanreger genutzt werden oder gegen Übelkeit helfen. Auch bei Krebspatienten kann es die Nebenwirkungen der Chemotherapien lindern. Bei multipler Sklerose oder chronischen Schmerzen kann es ebenfalls helfen. Ungeeignet sind diese Produkte allerdings für Herzkranke und Schwangere”, erklärte Dr. Daniela Eigenmann. Das Suchtpotenzial sei sehr gering, dennoch soll medizinisches Marihuana nur in ganz seltenen Fällen an Kinder verschrieben werden, so Dr. Eigenmann.

Die Patienten werden durch die Nutzung dieser Substanz nicht vollständig geheilt, aber ihre Schmerzen werden gelindert.

21 Kommentare

  1. Die Prohibition hat nie funktioniert.Sie hat kriminalisiert und Menschenleben gekostet. Kinder rauchen heute weniger weil sie sich vorher schon ins Koma gesoffen haben. (Alkohol für Kinder ist auch verboten,für Erwachsene erlaubt..) Alkohol ist die gefährlichste Droge nach Heroin und Cristal,wird aber,obwohl ohne jegliche medizinische Wirkung, von den Staaten wohlwollend toleriert. Et pour cause.
    Wenn es aber darum geht Kranken zu helfen, etwa bei der Stammzellenbehandlung wo sich gleich der heilige Klerus einmischt oder eben Schmerzlinderung mit sanften Drogen,dann gibt es einen Aufschrei der Nichtbetroffenen. Wussten sie schon,dass Nancy Reagan zu Bush gelaufen ist damit er die Stammzellenforschung doch bitte legalisieren solle auf dass ihr Ronny gerettet werde!? So ist das eben,wenn man selbst betroffen ist sieht die Welt ganz anders aus. Heuchelei in Perfektion.

  2. “Der Haken dabei: Die Nutzung ist illegal. ”

    Das ist kein Haken, sondern unterlassene Hilfeleistung. Ich verstehe die ganze Prinzipienreiterei nicht. Opium ist auch illegal und trotzdem sind Morphiumpräparate nicht verboten, sondern nur verschreibungspflichtig.

    Was ist so anders an THC?

  3. Virwat gëtt ëmmer just geschriwwen Cannabis! Esou vill ech wees besteet den Cannabis aus CBD an THC! Den CBD ass iwwerall legal. Den huet Null Niwwenwirkungen, an ganz wichteg den kritt ee ouni Problem z.B. an der Schwäiz an sogenannten Hanftheken ze kaafen. Et ass den THC den high mécht, den ass awer an der Schwäiz just bis 0,1% erlaabt. Zu Lëtzebuerg bis 0,3%! Wou ass also den Problem? Héiert sech natirlech aanescht un wann ee vun Cannabis schreiwt ergo Drogen fir déi meeschten Leit. Mat CBD kann een ënner Ëmstenn schmerzfräi liewen ouni e Gesetz zw iwwertrieden, dat kann een ganz legal kaafen resp. bestellen.
    Ausserdeem gin et vill Bicher iwwer CBD wann ee wierklech sachlech doriwwer schreiwen wëll.

  4. Cannabis ist weniger schädlich als Alkohol und Nikotin, allerdings immer noch schädlich ( zum googlen: drug risk chart)
    Demnach ist der aktuelle Umgang mit Cannabis unverständlich.

    Allerdings sollte für alle Drogen, insbesonders auch für Alkohol, das Prinzip gelten, dass keinerlei Werbung für diese Produkte gemacht werden darf, nicht mal auf dem Produkt selbst!

  5. Hier wird teils todkranken Menschen ein natürliches Mittel verwehrt, das ihnen das Leben erleichtern und ihre Schmerzen lindern würde. Dies ist nicht nur moralisch verwerflich sondern eine regelrechte Schande!

  6. Dr. Jean Colombera kämpft seit Jahren für die Legalisierung des medizinischen Cannabis, und jetzt tut diese Organisation so als wären sie die ersten die dies vorschlagen! Get your facts straight!
    Auch die Partei für integrale Demokratie hat seit Jahren schon das medizinische und industrielle Cannabis / Hanf auf der Fahne stehen, und das wird landesweit von Viele unterstützt.

  7. Wieso wird hier nur über medizinisches Cannabis gesprochen? Ich bin der Meinung, dass ein erwachsener Mensch selbst entscheiden kann ob er Cannabis raucht , trinkt oder isst oder wie auch immer. Denn es ist ja medizinisch
    nachgewiesen, dass Cannabis viel weniger schädlich ist als Alkohol oder Nikotin und es auch zu keiner körperlichen
    Abhängigkeit kommt. Ob mann mental damit fertig wird muss jeder für sich selbst entscheiden . Aber weil Leute kalte Schweißausbrüche bekommen, weil sie ihr Handy zuhause liegen gelassen haben, wird ja nicht die Handy-Nutzung verboten.

    • Hahaha schèin witzeg,do geschitt souwisou neicht sie schwetzen an schwetzen den ganzen doriwer an geschitt awer neicht
      Vielleich mee nemmen vielleich an 10 joer mee ech glewen souwisou net mei drun.

      Du hast recht die leute sollen selbst entscheiden.
      Das leben ist kein butter

    • Als wichtigstes ist erst mal die wieder Anerkennung der Cannbinoide als Heilmittel, und die Nutzung der Hanfpflanze zur Produktion anderer Gebrauchsgüter. Wenn wir das erreicht haben, wird es leichter sein Hanf auch für den privaten Gebrauch gesetzlich zu regeln.

  8. Thc hat auch seine eigene Heilende wirkung, sie beraucht einen nicht nur sondern heilt auch zugleich. Und warum in Luxemburg keiner das Cannabis legalisieren will? Ganz einfach: die Pharmakonzerne würden sehr viel Geld an Medikamenten verlieren und die Apotheken könnten sozusagen “einpacken”. Ok jetzt bei rund 800 Menschen die hier in Luxemburg, die Cannabis als Medizinisches Medikament nutzen, ist die Zahl doch gering.
    Aber meiner Meinung nach hat die Regierung auch einfach “Angst”. Und statt mal den Alkohol zu illegalisieren, der ja jährlich für fast über 80Tote schuld ist, wird dann natürlich überall “liebgeredet”! Doch das ist es ganz und gar nicht! Dagegen ist Cannabis sehr viel harmloser.
    Fakt: Luxemburg könnte sehr viele Fortschritte damit machen! Und könnten sich ansich sehr viel Geld dazu verdienen aber daran denken die ja eh nicht.

  9. Direkt eng Petitioun starten… Mooment, do gouf et schon eng, oder méi, a si sin all am Sand verlaaf well keen Mönsch drop ennerschriwen huet (also bal keen).

    2. Essai : eng nei Petitioun starten, VILL Reklamm dofir maachen, bei JIDDERENGEM deen betraff as (OB KRANK ODER NET) an dat an d’Chamber brengen, dann hu se keng Ausried mi fir net driwer ze discutéieren.

    PS – Bei mengen chroneschen Pëng am Réck a fir meng Migraine get et naicht besseres wi Cannabis, ech well mech jo och net mat Medikamenter mat Niewewierkungen ofschéissen.

    • Initiativ ass gutt, mee et ass mam Cannabis wéi mat da Gleichstellung vun Kiné & Osteopath!
      Wann 2018 massiv PID gewielt gëtt, stinn d’Chance ganz gut vir de Cannabis!

  10. Wat en Kautsch dat do ales,waer gespant wan ech mein Dr.geeng froen fir dat ze kreen fir meeng kronesch Peeng seit 10 Joer an fir meeng Mam 80 Joer dee och viel Peeng huet, oder wan et dan soeu weit as das Sie veillecht op der Palliativ Station as an dee al Naturplanz geent hier Peeng dan super waer.A mein leefen Herr Bettel komen dan bei Iech dan kent Dir dan den Block eraus huelen an meenger Mam dat verschreifen.

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