Marc Spautz wird im Januar nicht als CSV-Präsident kandidieren. Das hat er am Donnerstag auf RTL bekanntgegeben. Nach der Wahlniederlage im Oktober tritt die Partei in eine Erneuerungskur. 

Marc Spautz hat am Donnerstagmorgen bekanntgegeben, dass er nicht mehr als CSV-Präsident antritt. Im Januar wählt die Partei auf einem Nationalkongress eine neue Spitze. Spautz war seit 2014 auf dem Präsidentenposten. Wegen der Wahlniederlage bei den Parlamentswahlen am 14. Oktober wurde sein Posten, sowie der des Generalsekretärs Laurent Zeimet in Frage gestellt.

In einem Facebook-Beitrag erklärt Spautz, dass er entschieden hat nicht mehr anzutreten, damit “ein neuer Parteipräsident und sein Team gleich am Anfang der Legislaturperiode Akzente setzen kann”. Einen Austritt aus der Politik wird es allerdings nicht geben. Spautz meinte, dass er sich weiter für einen performanten Sozialstaat, eine faire Arbeitswelt und die Anliegen aller Generationen einsetzen werde. Er wolle auch gegen den Rechtsruck vorgehen: “Auf viele Plätzen in Europa sind die Populisten und die Extremisten auf dem Vormarsch.”

Spautz war seit 2014 Parteipräsident. Im Gespräch mit dem Radiosender RTL meinte er, dass es an der Zeit wäre, “neuen Gesichter die Geschicke der Partei zu überlassen”. Er werde der Partei auch weiter zur Seite stehen, wenn sein Rat gebraucht wird.  Als aussichtsreicher Kandidat für seine Nachfolge wird der Zentrum-Abgeordnete Serge Wilmes gehandelt. Dieser hat bereits kurz nach den Wahlen sein Interesse für den Posten bekundet. Auch im Rennen: der Europapolitiker Frank Engel und das CSV-Urgestein Luc Frieden.

6 Kommentare

  1. Wilmes oder Engel? As mir ganz egal. Sin keen Fan vun dem Club. Awer trotzdem: Nemmen net den Frieden. Desen Här lieft lanscht Réalitéit an huet nach net rausfont dass hien bei der Majoritéit vun den Lëtzebuerger ennen durch as. Deck Diplomer an awer net kapabel dat vum selwen raus ze fannen. Get schon ze denken.

  2. Die CSV vergisst wohl, dass die Zeiten, als die Menschen am Sonntagmorgen beim Glockenläuten in die Kirche rannten, schon lange vorbei sind. Ich frage mich, welches Profil ein neuer Parteichef schärfen will. Mit den wenigen Kirchengängern kann man keine Wahlen mehr gewinnen.

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