Der luxemburgische Sportminister Dan Kersch wurde am Mittwoch vom Europarat in das Exekutivkomitee der Welt-Antidoping-Agentur (WADA) gewählt.

Kersch setzte sich gegen vier weitere Kandidaten durch und wird Europa für die Mandatsperiode 2020-2021 im höchsten Gremium der WADA vertreten. Im letzten Wahlgang behauptete sich Kersch mit 26 zu 21 Stimmen gegen den bulgarischen Sportminister Krasen Kralev. Kerschs Vorgänger Romain Schneider war ebenfalls in der WADA aktiv, allerdings im „Foundation Board“, sozusagen dem Aufsichtsrat der WADA. Nicht nur luxemburgische Politiker engagieren sich bei der WADA. Dr. Anik Sax, die Generalsekretärin der luxemburgischen Antidoping-Agentur, war Präsidentin der Kommission für medizinische Ausnahmegenehmigungen und insgesamt sieben Jahre für die WADA aktiv.

Das Exekutivkomitee besteht aus zwölf Vertretern: dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten sowie fünf Vertretern aus der olympischen Bewegung, des Weiteren fünf Vertretern der öffentlichen Behörden (jeweils einer aus Europa, Afrika, Amerika, Ozeanien und Asien). Das Exekutivkomitee trifft die wichtigen Entscheidungen und gibt die Ausrichtung der Welt-Antidoping-Agentur vor. Zuletzt hatte der polnische Sportminister Witold Banka Europa im Exekutivkomitee vertreten. Er wird im November die Nachfolge von Craig Reedie als Präsident der WADA antreten.

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