Seit 2016 ist das Projekt im Gespräch, nun nimmt es Formen an: Das Konzept um die “galerie nationale d’art luxembourgeois” wurde am Donnerstagmorgen sowohl in der Abgeordnetenkammer als auch im Kulturministerium vorgestellt. Den Aussagen des Kulturministers Xavier Bettel zufolge soll die neue Institution komplementär zu bereits Bestehendem fungieren.

Als luxemburgische Künstler und Künstlerinnen gelten in diesem Fall nicht nur sogenannte “résidents”, sondern auch jene, zwischen deren Kunst und Luxemburg sich eine Verbindung herstellen lässt. Die Zugangsberechtigung erfolgt also nicht alleine durch den Pass.

Standort: alte Nationalbibliothek

Ort des Geschehens wird die alte Nationalbibliothek. Gleich mehrere Kunstrichtungen sollen in dem Gebäude am Boulevard Roosevelt ihren Platz finden, so wurde bei der Ankündigung  mitgeteilt, dass man beispielsweise sowohl für Malerei, Bildhauerei, Fotografie aber auch “neue Medien” offen sei. Die Luxemburger Nationalbibliothek selbst zieht in einen Neubau auf dem Kirchberg.

Der Fokus in der Nationalgalerie wird auf den Zeitraum von 1945 bis zur Gegenwart gelegt. Man wolle nicht etwa selbst eine Sammlung anlegen, sondern auf Leihgaben von anderen Institutionen und Privatpersonen zurückgreifen. Hier wird unter anderem das MNHA (Musée national d’histoire et d’art) eine Rolle spielen, an das die Nationalgalerie auf Verwaltungsebene angebunden wird.

Chronologischer Überblick über die Kunst in Luxemburg 

Hervorgehoben wurde die Schaffung eines “centre de documentation”, in dem sich der Kunstgeschichte Luxemburgs gewidmet werden soll. Außerdem soll ein Online-Künstlerlexikon angelegt werden, das ähnlich wie das Luxemburger Autorenlexikon funktioniert. Geplant ist neben temporären Ausstellungen auch eine Dauerausstellung, welche einen chronologischen Überblick über Kunst in Luxemburg ermöglicht

Gesetzte Ziele sind unter anderem die Förderung luxemburgischer Kunst auf nationaler wie internationaler Ebene, sowie auch das Studieren ebendieser. Das festgeschriebene Wissen über Kunst soll dadurch in Luxemburg erweitert werden.

Der Kostenpunkt für die Unternehmung liegt bei 36 Millionen Euro. Es sollen ungefähr zwölf Personen eingestellt werden, jedoch ist zu diesem Zeitpunkt nicht in Erfahrungen zu bringen, welcher Betrag für die Personalkosten investiert wird.

 

 

 

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