14.119.520 Blätter Papier hat der Luxemburger Staat im Durchschnitt in den letzten fünf Jahren verschlungen. Das geht aus der gemeinsamen parlamentarischen Antwort von Nachhaltigkeitsministerin Carole Dieschbourg (“déi gréng”), Finanzminister Pierre Gramegna (DP) und dem zuständigen Minister für administrative Reformen Marc Hansen (DP) hervor.

Trotz dem allgemeinen Wachstum der staatlichen Behörden sei der Papierverbrauch seit Jahren stabil, betonen die Minister in ihrer Antwort auf die parlamentarische Frage von Marc Goergen (Piratenpartei). Die Kosten für Papier schlagen allerdings immer deutlicher ins Gewicht: 2014 beliefen sich die Kosten aller Ministerien für Papiermaterialien auf 66.191,70 Euro, 2018 liegt der Kostenpunkt bei 75.554,58 Euro.

Konkrete Ziele, um wie viel der Papierkonsum in den Ministerien zu verringern sei, habe die aktuelle Regierung nicht. Insbesondere, da es schwer nachvollziehbar ist, ob ein Blatt Papier wegen internen Prozeduren genutzt werde oder ob es sich um eine Interaktion mit einem Bürger handle. Die Regierung wolle aber ihre Bemühungen fortsetzen, verschiedene Prozeduren zu digitalisieren. So werde beispielsweise der Fischerschein schon jetzt komplett digital ausgestellt. Die Lizenz kann mit einem QR-Code überprüft werden, den der Fischer auf seinem Smartphone vorzeigen kann. Es bleibe allerdings wichtig, trotz allen Fortschritten, niemanden zu benachteiligen, der keinen Zugang zu digitalen Prozeduren habe, so die Minister in ihrer Antwort.

14 Kommentare

    • Oder in Haushalten. Ein Windrad reicht für x Haushalte, egal ob die jetzt elektrisch heizen oder nicht. Wieviel Haushalte sind eigentlich gleich ein Fußbalfeld ?

  1. Aber immer von digitalisierung sprechen nur selbst beim Staat zur digitalisierung übergehen scheint unmöglich zu sein. Ein beweis dass die Regierung null ahnung hat vovon sie reden.

    • Bei uns läft Digitalisierung folgendermassen: Am Beispiel SNCT, der Kunde macht eine Verabredung, per Internet, muss aber den Beleg ausdrucken und vorlegen.

      Läuft in vielen Verwaltungen übrigens ähnlich, da die handschriftliche Unterschrift gilt oder ein Ausdruck der Überweisung (Krankenkasse) vorgelegt werden muss. Somit wälzt der Staat einen Teil seines Papierverbrauchs auf Privatleute ab.

  2. Mei Bo’uf huet sech een Appart kaaft, an kruut elo di Formulairen fir “aide au logement” vum Logementsministaer !
    Do sinn 3 Blieder dei’ um Stei’eramt mussen ausgefellt ginn.
    War de Mo’en dohin, dun huet de gudden Mann ob eng Tast vun sengem Computer gedreckt an schons ko’umen 3 nei Blieder geflunn wo’u alles dropsteht, mat Stempel an Ennerschreft !
    Also sin den Logementsministaer seng 3 Blieder fir d’Kaatz ! Jo Mme Tanson, fir d’Kaatz !

    • Weisou fréet de Logementsministär dei Ziedelen net selerun? Wann enn liewen liewen Auslënner ufréet fir d’letzebuerger Nationaliteit, mussen d’Gemengenbeamten Dokumenter am Num vum Demandeur besuergen. Oder zielt dat net fir Letzebuerger???

    • Wussten sie schon…”Wenn man ein Blatt Papier 30x faltet ist man schon über den Mond hinaus.”
      Aber im Ernst,heute im digitalen Zeitalter müsste jeder Bürger mittels Sozialversicherungskarte z.B. alle seine Daten bis zum 3. Urgroßvater mütterlicherseits inklusive Schuhgröße zur Verfügung haben und bei jeglicher administrativer Angelegenheit könnte jedes Papier überflüssig sein. Sogar die Unterschrift kann elektronisch abgegeben werden. Wie gesagt,es geht nicht um Datenschutz,es geht ums Papiereinsparen.

  3. Do sin se an Holland an Skandinavien vill méi wäit. Déi kennen alles digital maachen. Nee, hei därfe mer schéin aalmoudesch Bréiwer ageheien fiir >80 Cent/Stéck!

  4. Ganz ouni Pabeier geht ët nach nët. Meng Mamm huet kee Computer, meng Schwéiermamm huet keen, den Noper vis-à-vis huet keen, Mäin monni vun Kautebaach huet keen an d’Tata Sidonie ass dem Neiduerf och nët.

Kommentieren Sie den Artikel


Please enter your comment!
Please enter your name here