Trotz guter Gegenwehr verloren die FLTT-Damen ihr zweites Spiel gegen die Niederlande mit 1:3. Am Donnerstag um 16.00 Uhr spielen De Nutte, Ni und Co. gegen den Gruppen-Spitzenreiter Rumänien.

Im ersten Duell unterliefen Sarah de Nutte gegen Britt Eerland zumal in der Anfangsphase immer wieder Fehler mit der Rückhand. Trotz allem zeigte De Nutte ihr Potenzial, wenn sie in die Offensive ging. Mit einer beherzten Leistung sicherte sich die 24-Jährige so den zweiten Satz mit 13:11. Danach bekam Eerland, immerhin die Nummer 22 der Europarangliste, immer mehr Oberwasser. So kam es, dass sich die Luxemburgerin – nachdem sie noch drei Matchbälle abwehren konnte – mit 3:1 (-6, 11, -6, -10) geschlagen geben musste.

So war Xia Lian Ni schon ein wenig unter Druck gegen die niederländische Topspielerin Jie Li (ER 3), wenn man in dieser Partie als Sieger vom Platz gehen wollte. Ni kam gegen die Defensiv-Spezialistin gut ins Match (11:8 im ersten Satz). Danach ging die Taktik von Li auf: Ni unterliefen immer mehr unerzwungene Fehler, sodass die beiden nächsten Durchgänge doch recht deutlich an die Niederländerin gingen (1:11, 6:11). Im vierten Durchgang war die FLTT-Spielerin wieder geduldiger und platzierte die Bälle besser. Mit der Unterstützung des Publikums gewann die Luxemburger Sportlerin des Jahres 2001 den vierten Satz (11:9). Der Entscheidungssatz entwickelte sich zu einem wahren Krimi, der trotz einer 8:6-Führung noch an die Holländerin ging (11:8).

Somit stand Danielle Konsbruck gegen Kim Vermaas schon mit dem Rücken zur Wand. Doch die Spielerin des DT Roodt/Syr überraschte ihre Konkurrentin im ersten Satz. Danach entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Nichtsdestotrotz unterschied Vermaas die nächsten beiden Durchgänge für sich. Aber Konsbruck wollte doch nicht so schnell aufgeben. Mit einem aggressiven Stil spielte sich die Rechtshänderin in einen wahren Rausch und riss das Ruder noch zu ihren Gunsten herum.

Sarah de Nutte ließ sich von der Euphorie anstecken und trumpfte vor allem in den ersten beiden Sätzen groß auf. Die durchgezogene Vorhand kam jetzt wie aus einem Guss. De Nutte ging somit überraschend mit 2:0 in den Sätzen in Führung. Doch danach fand ihre Gegnerin zu ihrem Rhythmus und holte sich alle drei folgenden Sätze.

FLTT-Herren unterliegen Griechenland

Der Underdog aus Luxemburg musste sich zum Auftakt der Mannschaftseuropameisterschaft mit 0:3 gegen Griechenland geschlagen geben. Eigentlich waren die FLTT-Herren gerade erst in die zweithöchste Division aufgestiegen. Als Gastgeber haben sie allerdings einen Platz in der Championship Division erhalten. Es war also klar, dass Michely, Glod und Co. jede Partie als krasse Außenseiter angehen würden. Kampflos wollten sie sich den Griechen dann aber nicht geschlagen geben.

Gilles Michely spielte zum Auftakt gegen Panagiotis Gionis. Der Düdelinger unterlag in vier Sätzen mit 1:3 (5:11, 14:12, 7:11, 9:11). Im zweiten Satz führte Michely bis zum 9:9-Ausgleich. Doch der Luxemburger behielt weiterhin die Nerven und sicherte sich den Satz mit 14:12. Den 3. und 4. Satz konnte Michely über weite Strecken ausgeglichen gestalten, musste sich am Ende dennoch geschlagen geben.

Im zweiten Spiel standen sich Eric Glod und Konstantinos Papageorgiou gegenüber. Glod unterlag im ersten Satz mit 9:11. Im zweiten Satz verlangte er seinem Gegenüber alles ab, doch am Ende zog der Luxemburger mit 10:12 wieder knapp den Kürzeren. Im 3. Satz ließ Papageorgiou nichts mehr anbrennen und setzte sich mit 11:3 durch.

Luka Mladenovic musste in seinem ersten EM-Einsatz gegen Anastasios Riniotis ran. Nach einem ausgeglichenen ersten Satz (9:11 aus Sicht von Mladenovic) machte Riniotis anschließend kurzen Prozess (6:11, 4:11).

1. Spiel: Damen siegen nach furioser Aufholjagd

In der Championship Division kämpften sich die FLTT-Damen im ersten Spiel nach einem 1:2-Rückstand gegen Tschechien noch zurück und siegten am Ende mit 3:2.

Sarah de Nutte machte dabei den Anfang gegen Renata Stribikova. Die Spielerin des TuS Bad Driburg musste sich am Ende jedoch mit 1:3 geschlagen geben (7:11, 10:12, 11:7, 6:11). Vor allem im zweiten Satz boten sich der 24-Jährigen beim Stand von 10:7 einige Chancen, diesen Durchgang für sich zu entscheiden.

Xia Lian Ni brachte mit ihrer eher defensiven Spielweise Iveta Vacenovska zum Verzweifeln. Am Ende behielt der Routinier der luxemburgischen FLTT-Auswahl locker mit 3:0 (11:6, 11:2 und 11:4) die Oberhand.

Danielle Konsbruck konnte besonders zu Beginn gegen Hana Matelova gut mithalten. Zum Schluss der Partie bekam die Tschechin jedoch immer mehr Oberwasser und gewann das Duell mit 3:1 (10:12, 11:5, 6:11, 6:11).

In ihrem zweiten Spiel war Sarah de Nutte unbedingt auf Wiedergutmachung aus. Die junge Luxemburgerin wirkte bis in die Haarspitzen motiviert und lieferte sich mit Iveta Vacenovska phasenweise einen wahren Krimi. Mit einer spielerisch guten Leistung verwandelte die Rechtshänderin am Ende ihren dritten Matchball zum 3:1-Sieg (6:11, 12:10, 14:12, 11:6).

Somit kam es zwischen Ni Xia Lian und Renata Stribikova zum Entscheidungsspiel. Die 54-jährige Ni behielt die Nerven und siegte – nach einem kleinen Lapsus im dritten Durchgang – souverän mit 3:1 (11:8, 11:7, 4:11, 11:9)

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