In der Nähe der ehemaligen Kupfermine in Stolzemburg wurde ein bislang unbekanntes Mineral entdeckt. Es trägt den Namen „Luxembourgite“, ist der erste Fund dieser Art hierzulande und wurde nun auch offiziell anerkannt.

„Es ist zwar kein Dino, aber spektakulär ist der Fund allemal. Heute klingelte mein Telefon auch öfter als sonst“, erklärte Patrick Michaely vom „Musée national d’histoire naturelle“ (MNHN). Der Reihe nach: Bei Arbeiten der „Société électrique de l’Our“ (SEO) Anfang April in Nähe der ehemaligen Kupfermine in Stolzemburg wurde das besagte Mineral zufälligerweise entdeckt.

Nach dem Fund wurde die bislang unbekannte Mineralart zunächst von der internationalen wissenschaftlichen Vereinigung IMA auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie offiziell anerkannt wurde. Getauft wurde das Mineral auf den Namen „Luxembourgite“, deutsch Luxemburgit. Es besteht aus Silber, Kupfer, Blei, Wismut und Selen und hat die Formel AgCuPbBi4Se8. Das Mineral ist zehnmal dünner als ein Haar und nur unter einem Mikroskop sichtbar. Seine Zusammensetzung ist in dieser Form ungewöhnlich. Gegenwärtig ist ein Team von Forschern, bestehend aus Simon Philippo vom MNHN, Frédéric Hatert von der Universität Lüttich sowie Pietro Vignola von der Universität aus Mailand, dabei, einen wissenschaftlichen Artikel zu verfassen, der sich ausführlich mit dem Fund befasst.

Für das MNHN kommt die Entdeckung zum richtigen Zeitpunkt. „Vor 165 Jahren, 1854 also, haben wir erstmals unsere Türen geöffnet“, sagt Patrick Michaely, der zudem darauf hinweist, dass die Anzahl an Mineralien mit 5.400 offiziell anerkannten Arten im Vergleich zu bekannten Spezies in anderen Wissenschaften gering ist. Seit Mittwoch ist die Mineralogie nun um den Luxemburgit reicher.

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