In Deutschland, Belgien und Frankreich gibt es ihn schon. In Zukunft soll der HIV-Selbsttest auch in Luxemburgs Apotheken und Supermärkten zur Verfügung gestellt werden. Wie die Regierung plant, den Test der Bevölkerung vorzustellen, und was trotzdem zu beachten ist, erklärt Gesundheitsminister Etienne Schneider (LSAP) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage von Jean-Marie Halsdorf (CSV).

Von Marie Schusterschitz

Der Gesundheitsminister betont in seinem Schreiben, dass es sich bei dem Test nur um eine Screeninguntersuchung handelt und dass ein positives Ergebnis nur von einem Labor bestätigt werden kann.

Wird aber festgestellt, dass man HIV-positiv ist, so solle man laut Schneider von den vielen Unterstützungen Gebrauch machen, die es in Luxemburg gibt. Man könne sich zum Beispiel bei der HIV-Beratung des Roten Kreuzes, beim Cigale (“Centre d’information gay et lesbien”) oder beim “Service national des maladies infectieuses” Hilfe holen. Letzterer verfügt sogar über spezialisiertes Personal, das rund um die Uhr erreichbar ist.

Informierend und zugänglich

Der Minister nennt kein klares Datum, ab wann der HIV-Test zur Verfügung steht. Sobald er am Markt erhältlich ist, wird jeder die Möglichkeit haben, sich zu testen und schneller behandelt zu werden. Außerdem überlegt sich die Regierung, unter gewissen Umständen den Test gratis anzubieten.

Um das neue Produkt der Bevölkerung noch zugänglicher zu machen, will das “Comité de surveillance du sida, des hépatites infectieuses et des maladies sexuellement transmissibles” gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium ein Informationsblatt herausbringen, das in fünf Sprachen (Deutsch, Französisch, Luxemburgisch, Englisch und Portugiesisch) verfügbar sein wird.

Beim HIV-Selbsttest handelt es sich um einen Test, bei dem etwas Blut von der Fingerkuppe abgenommen und in eine Testapparatur gesteckt wird. Nach einer Viertelstunde sollte dann das Ergebnis erscheinen. Das Funktionsprinzip basiert auf dem Erkennen von HIV-Antikörpern im Blut des Testers. Denn: Bei einer Infektion mit HIV reagiert der Körper mit der Produktion von entsprechenden Antikörpern.

 

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