Gut einen Monat nach seinen erfolgreichen Titelverteidigungen bei den nationalen Meisterschaften sitzt Bob Jungels (Deceuninck-Quick Step) heute in Polen erstmals wieder im Rennsattel. Das Gleiche gilt für Kevin Geniets (Groupama-FDJ), der in einem erlesenen Teilnehmerfeld die „Clasica Ciclista San Sebastian“ bestreitet.

Von Mario Nothum

Bob Jungels nimmt die 76. Auflage der „Tour de Pologne“ (2.UWT) in Angriff, die heute mit einer 136 km langen Etappe ohne größere Schwierigkeiten rund um Krakau startet. Für den Luxemburger ist es bereits die vierte Teilnahme an der einwöchigen Tour. Bei seiner letzten Teilnahme im Jahr 2017 belegte er in der Endabrechnung Platz zwölf. Der 26-Jährige wird diesmal u.a. vom niederländischen Meister Fabio Jakobsen unterstützt.

Für die Nachfolge von Vorjahressieger Michal Kwiatkowski (Ineos), der diesmal nicht am Start sein wird, kommen eine ganze Reihe von Fahrern infrage, darunter auch sein Teamkollege Vasil Kiryienka (BLR). Mit dem Kolumbianer Miguel Angel Lopez und Ion Izagirre aus Spanien hat die Mannschaft Astana zwei heiße Eisen im Feuer. Die Hoffnungen der polnischen Anhänger ruhen auf Rafal Majka (Bora-hansgrohe), der die Rundfahrt im Jahr 2014 gewinnen konnte. Vor zwei Jahren musste der dreifache Tour-de-France-Etappensieger lediglich dem Belgier Dylan Teuns (Bahrain Merida) den Vortritt lassen. Die Rundfahrt endet am kommenden Freitag in Bukowina Tatrzanska.

Geniets gönnte sich auch eine Auszeit

Auch Kevin Geniets hatte sich nach den heißen Landesmeisterschaften eine wohlverdiente Pause gegönnt. Mit seiner Mannschaft Groupama-FDJ sammelt der Neu-Profi diese Saison wertvolle Erfahrungen auf allerhöchstem Niveau. Nach seiner erstmaligen Teilnahme an der Tour de Suisse (2.UWT) im Juni betritt der 22-Jährige auch heute bei der 39. „Clasica Ciclista San Sebastian“ (1.UWT) in Spanien Neuland. Erstmals nimmt Kevin Geniets dabei die beeindruckende Distanz von 227,3 km bei einem Eintagesrennen in Angriff.

Dabei ist der groß gewachsene Athlet zusammen mit Tour-Sieger Egan Bernal (COL/Ineos) sowie Vorjahressieger Julian Alaphilippe (F/Deceuninck-Quick-Step), einem der Hauptanimatoren der letzte Woche zu Ende gegangenen Frankreich-Rundfahrt, unterwegs. Zum engen Favoritenkreis gehört der amtierende Weltmeister Alejandro Valverde (SP/Movistar), der sich bereits zweimal (2008 und 2014) ins Palmarès des Klassikers eintragen konnte, ebenso wie Bauke Mollema (NL/Trek-Segafredo), Adam Yates (GBR/Mitchelton Scott) und Greg van Avermaet (B/CCC).

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