Begonnen hat alles in der ehemaligen Lokomotivwerkstatt. Dort hatte das Kollektiv einen Monat lang die Möglichkeit, die Halle mit verschiedenen Events zu bespielen: Es wurde mit Architekten, Designern, Künstlern, Historikern und Einwohnern Düdelingens über die industrielle Vergangenheit und Zukunftsmöglichkeiten diskutiert und philosophiert.

Bis es dazu kam, musste allerdings erst mal anderthalb Jahre lang verhandelt und diskutiert werden. „Die Gemeinde Düdelingen hat sich für unser Vorhaben gut geeignet, da sie hier die großen Räumlichkeiten dazu hat“, erklärte Marlène Kreins dem Tageblatt gegenüber. Finanzielle Unterstützung wie auch die nötige Stromversorgung und Ähnliches kommen von der Kommune.

Eine Gemeinschaft bilden

Im Januar 2017 ist das Kollektiv in die „Hall Fondouq“ auf der Industriebrache umgezogen, in der es noch bis Dezember arbeiten kann. Dort haben sich die Künstler mit vier verschiedenen Ateliers (Metall, Holz, Serigrafie und ein Fotolabor) mitsamt einer kleinen Cafeteria installiert. Die nötigen Maschinen dazu kommen aus diversen Quellen. Sie wurden gekauft, gespendet oder auch geerbt. Neben den Mitgliedern des „Atelier D“ werden auch immer wieder andere Künstler und Düdelinger dazu eingeladen, beim künstlerischen Prozess mitzuwirken.

Es werden aber nicht nur kulturelle Veranstaltungen organisiert: Neben Kartenspielen und Crossboule sowie Konzerten mit industrieller Musik wird es im Herbst/Winter auch wieder die Diskussionsabenden „Op e Patt mam …“ geben. Durch diese einzelnen Events konnte das Kollektiv seine Beziehung zu der Stadt Düdelingen und ihren Einwohnern vertiefen. Die Künstler von „DKollektiv“ möchten die Öffentlichkeit mitreißen, weil sie von der Idee weg sind, einzeln in ihren Ateliers zu arbeiten. Sie möchten eine Gemeinschaft schaffen und zusammenarbeiten.

Was nächstes Jahr aus dem Atelier wird, ist noch unklar, denn laut den Plänen für das neue Düdelinger Viertel „Nei Schmelz“ wird die Halle wohl der Abrissbirne weichen müssen. „Wir befinden uns gerade in einer Phase, in der wir nicht wissen, was passieren wird. Doch das hält uns dennoch nicht vom Arbeiten ab“, sagt Marlène Kreins. Das Kollektiv fände es außerdem sehr schade, wenn es in Düdelingen aufhören müsste, da es sich dort gerade so richtig eingearbeitet und eingelebt hat und auch ein größeres Projekt aus dem Ganzen entwickeln will.

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