Der Launch des luxemburgischen Satelliten GovSat-1 wurde wegen technischer Probleme abgesagt. Eigentlich sollte die Falcon-9-Rakete des privaten amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpaceX den Satelliten in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in den Orbit bringen. Die Rakete sollte zwischen 22.15 Uhr und Mitternacht in Cape Canaveral in Florida starten.

Der Launch soll nun am Mittwochabend stattfinden. SpaceX ist vor allem durch Gründer Elon Musk bekannt. Der amerikanische Milliardär und Tesla-Gründer will durch seine Firma die kommerziellen Reisen und Transporte ins All fördern.

 

 

Wirtschafts- und Verteidigungsminister Etienne Schneider (LSAP) informierte über Facebook, dass der Start abgesagt wurde. “Das Team von SpaceX muss einen Second-Stage-Sensor ersetzen”, schrieb er. Der sogenannte “second stage” ist das zweite Triebwerk der Rakete, das gestartet wird, sobald das erste keinen Schub mehr hat.

GovSat-1 ist ein Projekt der luxemburgischen SES. Durch den Satelliten soll die Militärkommunikation verbessert werden. Die Dienste sollen an Regierungen verkauft werden. Premierminister Xavier Bettel (DP) sprach noch am Dienstagnachmittag in Florida von einem „historischen Tag für Luxemburg“.

Für die Regierung ist es eine Win-win-Situation. Der militärische Staatenbund NATO fordert schon seit Langem, dass Luxemburg seine Militärausgaben erhöht. Durch den Satelliten geht Luxemburg dieser Forderung nach und kann auch noch Geld verdienen, da es Teilhaber von SES und von GovSat ist.

 

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