Mit Flaggen und Bannern haben am Montag zwischen 50 und 80 Menschen gegen den türkischen Militäreinsatz in der syrischen Region Afrin protestiert. Der Protestzug bewegte sich vom Bahnhof durch die Innenstadt bis zum Europaplatz auf dem Kirchberg. Laut Organisatorin Ceylan Yagbasan handelt es sich bei den Demonstranten um syrische, irakische und türkische Kurden die in Luxemburg und Deutschland wohnen.

Am Europaplatz überreichten die Demonstranten ein Dossier mit Informationen über den Konflikt an eine Mitarbeiterin der Regierung, sagte Yagbasan. Ein Minister sei leider nicht anwesend gewesen, um die Dokumente entgegen zunehmen, erklärte die Organisatorin dem Tageblatt. Die Demonstranten beklagen, dass die türkischen Streitkräfte mit der Billigung Russlands in der Region Frauen und Kinder töteten. Es ist nicht der erste Protest dieser Art in Luxemburg.

Am 20. Januar begann mit der “Operation Olivenzweig” eine türkische Offensive im Nachbarland. Das Ziel: Die Zerschlagung des “autonomen Kantons” Afrin, der 2012 von der kurdischen Miliz YPG etabliert worden war. Ankara befürchtet die Errichtung eines Kurdenstaats vor seinen Grenzen.

1 Kommentar

  1. Hämischer konnten die Türken die Militärintervention gegen das Kurdenvolk nicht benennen.Der Olivenzweig als Sinnbild des Friedens , soll einen Krieg mit unzähligen Opfern wohl rechtfertigen.

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