Frankreich ist erneut von einem schweren Terroranschlag erschüttert worden. Scheinbar verlief das Krisenmanagement der Behörden in Frankreich nicht reibungslos. Welche Schlüsse zieht Luxemburg aus den Vorfällen in Straßburg?

Erneut ist es in Frankreich zu einem Terrorangriff gekommen. Am Dienstagabend hat ein Mann auf dem Weihnachtsmarkt in Straßburg um sich geschossen – während im nahen gelegenen Europäischen Parlament die Plenarsitzungen waren. Unterschiedliche französische Behörden veröffentlichten im Laufe der Ereignisse widersprüchliche Informationen zur Anzahl der Opfer. Erst vermeldeten wurden zwei Todesopfer vermeldet, dann vier, dann wurde die Zahl auf drei revidiert. Am Mittwochmorgen wird von zwei Toten und einer hirntoten Person gesprochen.

“Die Notfallpläne in Luxemburg werden jedes Jahr genauestes überprüft”, erklärt Guy Schuller, Direktor der Krisenkommunikation in Luxemburg. “Damit merzen wir eventuelle Schwächen aus.” Besonderen Fokus wolle man im kommenden Jahr auf die Krisenkommunikation legen und andere Systeme zu einer besseren Informationsverteilung überprüfen.

“Kakophonie von unterschiedlichen Informationen”

“Eine Kakophonie von unterschiedlichen Informationen, wie es jetzt in Frankreich der Fall ist, wollen wir unbedingt vermeiden. In einem Notfall läuft die gesamte Kommunikation über eine Krisenzelle”, sagt Schuller. “Falsche oder verfrühte Informationen von den Einheiten vor Ort können natürlich nicht immer vermieden werden, doch wir werden unser Bestens tun, um ein Chaos zu vermeiden.”

Die Koordinationsgruppe für den Kampf gegen den Terrorismus in Luxemburg wurde nach dem Anschlag in Straßburg aktiviert. Die Terrorgefahr gilt hierzulande auch nach dem Angriff nicht als akut. Trotzdem werden die Polizei und Zoll verstärkt auf den Weihnachtsmärkten und andere öffentlichen Plätzen auftreten. “Alle Streifen sind mit Informationen und Fotos des flüchtigen Attentäters ausgestattet”, versichert Schuller.

 

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