Das Konzert-Highlight des Jahres steht an: Wenn Rammstein am Samstagabend um 21.15 Uhr die gigantische Bühne auf dem Herchesfeld in Roeser betritt, werden die Augen der rund 18.000 Besucher vor allem auf Till Lindemann gerichtet sein. Denn Lindemann ist Frontmann und Texter, ja ganz einfach das Gesicht von Rammstein, dem erfolgreichsten Musik-Export Deutschlands.

Geboren wurde Till Lindemann am 4. Januar 1963 in Leipzig. Vater Werner war ein erfolgreicher Kinderbuchautor in der DDR, Mutter Brigitte arbeitete als Kulturjournalistin. Der jugendliche Till aber konzentrierte sich zunächst nicht auf Kultur, sondern versuchte sich als Schwimmer. Er besuchte die Sportschule von Empor Rostock und brachte es dabei auf ein recht gutes internationales Niveau, ohne jedoch den Durchbruch in die Weltspitze zu schaffen. Also kehrte er dem Sport den Rücken, machte eine Lehre als Bautischler und arbeitete als Zimmermann und Techniker.

1986 begann die musikalische Laufbahn, als Lindemann mit Gitarrist Richard Kruspe die Punkband First Arch gründete. Er selbst spielte Schlagzeug und übernahm den Gesang. Mit Kruspe startete Lindemann später ein neues Projekt: Rammstein war geboren und wurde ab 1994 zum Exportschlager, der bis 2018 über 20 Millionen Tonträger verkaufte. Das Erfolgsrezept: Ein brachialer Sound und provokante Texte. Denn von Anfang an verarbeitete Lindemann in seinen Texten alles, was ihn beschäftigte, und zwar ohne Tabus und bewusst zugespitzt. Themen der bekanntesten Lieder von Rammstein sind meist Sex, Gewalt oder Todessehnsucht.

Mit Rechtsrock hat das nichts zu tun, dennoch spielt Rammstein seit den Anfängen mit nationalen Symbolen, dazu passen das martialische Auftreten der Band und Lindemanns Gesang mit „rollendem R“. Großgeschrieben wird bei Rammstein natürlich die Show, genauer die Pyro-Show. Nachdem es in den Anfangszeiten der Band bei einigen Konzerten zu Zwischen- und sogar Unfällen kam, beschloss Lindemann 1996, eine Ausbildung zum Pyrotechniker zu absolvieren. Seitdem plant er die Auftritte mit Flammenwerfer und Feuerwerken selbst.

In die Fußstapfen seiner Eltern trat der Sänger Anfang des Jahrtausends, als er seinen ersten Gedichtband veröffentlichte.

Privates ist vom 1,90 Meter großen und 100 kg schweren Frontmann wenig bekannt. Nur ungern beantwortet Lindemann in den ohnehin seltenen Interviews Fragen zu seinem Privatleben. Bekannt ist, dass er bereits mit 22 Jahren Vater einer Tochter wurde, die er sieben Jahre lang alleine großzog. Später kamen eine weitere Tochter und ein Sohn (einige Quellen sprechen von zwei Söhnen), jeweils von verschiedenen Frauen, hinzu. Für Schlagzeilen sorgte Lindemann, als seine Liaison mit Sophia Thomalla publik wurde. Mit dem deutschen It-Girl war er zwischen 2011 und 2015 zusammen.

6 Kommentare

  1. dén zodi, musik kann ech dat net nennen, war an villen rouegen dierfer 10 km weit ewech ze héieren, souguer mat fensteren zou, terrasse inutilisable, een beat wou een häerzrhythmusstörungen kritt, an dén och all déier flüchten deet. dat ass ruhestörung nachts, gett normalerweis e protokoll laut règlement de police de la commune! respektlosen tapage nocturne grave fir dausenden onschelleg awunner.

  2. Iwwerall nemmen Mimimi!

    De Concert war geil,
    dOrganisatioun definitiv verbesserungswürdeg.

    Autorisatiounen vir de Kameidi ze machen
    war jo wuel do,
    also beklot Iech bei der Gemeng dei dAutorisatioun ginn huet!

    An de Kameidi war um 23.00h eriwwer.
    Next Joer kaf der Iech en Ticket a kommt eben kuken, oder daer kaft Iech Ourestëpp.

    Oder fuert deen WE an dVakanz….

    Iwwerall dat Gemeckerst wann eemol am Joer eppes guddes am Land gemach gett…

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