Gary Diderich hakte in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause im Differdinger Gemeinderat mehrfach nach und stellte drei Fragen zu einer Immobilie, die Bürgermeister Roberto Traversini gehört. Es gehe ihm nicht darum, Grünen-Bashing zu betreiben, sondern er wolle lediglich auf die Fehler einer Person hinweisen, da er einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn besitze, so Diderich auf einer Pressekonferenz vergangene Woche.

Diderich wurde am 29. Oktober 1982 in Esch geboren. Erste politische Erfahrung sammelte er bereits im zarten Alter von 14 Jahren. Damals engagierte er sich in der Jugendsektion der Grünen in Differdingen. 2009, nach einer längeren politischen Pause, entschied er sich, für „déi Lénk“ bei den Parlamentswahlen im Bezirk Süden zu kandidieren. Bei den Gemeindewahlen 2011 erhielt er auf Anhieb die zweitmeisten Stimmen.

Als Jeannot Logelin sein Mandat im Gemeinderat 2012 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen musste, rückte Diederich nach.
Während seiner politischen Auszeit blieb Diderich allerdings nicht untätig. Er engagierte sich in der „Schülerdelegatioun Lëtzebuerg“, wo er unter anderem zwei nationale Schülerstreiks mitorganisierte. 2001 gründete der damals 19-Jährige einen Infoladen in der Escher Kulturfabrik. Infoläden sind Teil autonomer Strukturen und Organisationen. Sie dienen nicht nur der Verbreitung von Informationen, sondern sollen auch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Themen fördern. In diesen neu geschaffenen Freiräumen gründete er das alternative Jugendmagazin Queesch, das er bis heute koordiniert.

Diesem sozialen Engagement musste sich sogar die Schule unterordnen. Diderich verließ nach der „Troisième“ das Gymnasium, um sich voll und ganz dem Freiwilligendienst Life zu widmen. Seinen Abschluss und den Bachelor in Philosophie holte er zu einem späteren Zeitpunkt nach.

Diderich lebt in einer eingetragenen Partnerschaft und hat zwei Kinder. In seiner Freizeit trifft er sich gerne mit Freunden, fährt gerne Fahrrad oder liest Bücher. Musikalisch steht der Linken-Politiker eher auf rockigere Klänge. Zu seinen Lieblingsbands zählen unter anderem Calexio, Petrograd, Actarus, Led Zeppelin oder The Who.

2 Kommentare

  1. Dieser Herr Diderich verwechselt die Begriffe “Gerechtigkeitssinn” mit “selbstgerecht”. Seine Selbsteinschätzung lässt ganz schön zu wünschen übrig, er soll aufpassen, dass er nicht mal darüber stolpert!

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