Ein neues Gesetz soll Rauchmelder obligatorisch machen. Das geht aus der Antwort von Minister Dan Kersch auf eine parlamentarische Anfrage der DP-Fraktion hervor.

Der Minister will allerdings keine spezifischen Informationen geben, bevor er nicht mit den anderen Ministern im Regierungsrat über das Projekt gesprochen hat, heißt es in der Antwort. Sollte das Gesetz jedoch in Kraft treten, soll es eine Übergangszeit von fünf Jahren geben, während der alle Gebäude ausgerüstet werden sollen.

Kersch zufolge starben zwischen 1998 und 2015 im Schnitt zwei Personen jährlich an den Folgen eines Feuers oder einer Rauchvergiftung. Insbesondere Feuer, die nachts ausbrechen, forderten Todesopfer, weil sie durch das Kohlenstoffmonoxid, das bei einem Brand entstehen kann, in einen Tiefschlaf versetzt werden. In mehreren Gemeinden bestehe in der Gebäudeordnung aber bereits die Pflicht, Rauchmelder zu installieren.
Neben der Rauchmelderpflicht soll es eine Sensibilisierungskampagne geben. Der Staat will jedem Haushalt einen Rauchmelder schenken.

Viele unbeantwortete Fragen

Kersch hatte dies bereits beim Neujahrsempfang der Rettungsdienste angekündigt. In ihrer Frage hatten sich Max Hahn und Claude Lamberty über das Thema erkundigt. Einige Punkte der Anfrage beantwortete der Minister jedoch nicht. So antwortete er nicht auf die Frage, wie viele Menschen in den letzten zehn Jahren bei Bränden umgekommen sind und wie viele aufgrund einer Rauchvergiftung. Ebenfalls machte er keine Angaben dazu, in wie vielen Gemeinden es eine Rauchmelderpflicht gibt.

Die DP-Abgeordneten wollten außerdem wissen, warum der Minister sich nun für eine nationale Regulierung entschieden hat. Auch darauf erhielten sie keine Antwort. Auch wie der Minister die Installation der Rauchmelder kontrollieren will, sagte er nicht. Welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um einen Rauchmelder zu erhalten, gab der Minister auch nicht an. Auch ob die Haushalte, die schon über Rauchmelder verfügen, eine Entschädigung bekommen, wurde nicht beantwortet.

Zudem wollten die Abgeordneten wissen, für welche Art von Rauchmeldern der Minister eine Ausschreibung machen will und ob die Rauchmelder in einem Gebäude untereinander kommunizieren müssen können. Außerdem wollten Hahn und Lamberty in Erfahrung bringen, ob es sich um Rauchmelder handelt, die die Bürger nachkaufen können, wenn sie ihr ganzes Gebäude damit ausstatten wollen. Der Minister schrieb lediglich, es handele sich um automatische, aber nicht um Ionisationsrauchmelder, die den Regeln der EU entsprechen und ein CE-Siegel haben.

13 Kommentare

  1. Endlich! Zahllose politische Vorgaben haben in letzten Jahrzehnten das Bauen erheblich verteuert. Aber eine lebensrettende Investition von 10-15 Euro gesetzlich vorzuschreiben hatte keiner der vorigen Regierungen auf ihrer Agenda. Die Armada von CSV-Innenminister sollte sich schämen.

  2. Et waert dach jiddereen kennen 25€ selwer investei’eren fir seng eegen Secherheet !

    Ech hun meng Secherheet selwer bezuehlt (well firausschauend) an kann elo deenen aaneren hir nach mat bezuehlen. Nee Kersch, daat ass de falsche Wee !

    Firwaat muss hei d’Allgemengheet rem fir Jenni an Menni bezuehlen.

    • @ Nomi Schéin dat Dir an Aer Secherheet investéiert hut. Natiirlech krit och Dir e Rauchmelder geschenkt. Esou Apparaten hale 5-10 Joer. Ass an ärem Fall also e Gratis-Ersatz .

    • Wieso sollten sie nicht zahlen? Feuermelder vermeiden ja keine Brände, und kommunizieren nicht mit der Feuerwehr (ausser bei vollwertigen Brandmeldezentralen). Was nützt also ein Feuermelder falls ich gerade nicht zu Hause bin?

    • Gegenfrage: Werden Sie einen Rauchvergiftung überleben wen sie einen defekten Rauchmelder nur zur Deko hängen lassen statt ihn zu ersetzen?
      @ Die meisten Menschen sterben im Schlaf an einer Rauchvergiftung, was wohl zwingend bedeutet, dass sie in dem Moment gerade zu Hause waren.
      RAUCHmelder sind Lebensretter, keine Kapitalretter! FEUERmelder sind etwas anderes. Wenn die – auf ein Temperaturanstieg – reagieren, ist man wegen dem Rauch bereits ohnmächtig.

  3. Dat as emol eng gudd Idee. Et gett naemlech net nemme Verkeiersaccidenter. Awer vun Haushaltsaccidenter liest e kaum je eppes an eise Medien, vu Braenn zwar schon. Awer ech hu gemierkt, datt wa glecklecherweis emol eng Keier keen Verkeirersaccident ob letzebuerger Territoire geschitt ass, einfach dann een Accident aus D,B oder F mat meiglechst grujelecher Foto publizeiert gett. Ausserdem vergeet bal keen Dag, wou ech net eng Foto mat engem riesegen Auspuff, mat gephotoshoptem schwarzen Damp, geknipst aus der Fraescheperspektive, muss ukucken. Kuerz hannendru kennt dann d’Autosrubrik, wou dei nei BMW-Limo (sic!) mat 600 PS gelueft gett. Egal wat!

  4. @jemp Richteg ! Dofir meiden ech an den Aldi ze goen ! Wann do Mercedes an Bmw vollbelueden durchstarten faacht et ferm um Parking 😉

  5. Concurrence déloyale . Eng Sauerei dass den Staat sech an den Kommerz mescht . Et get bestemmt den bellechten Dreck verdeelt ouni serieu Berodung . Esou ewei hei an den Kommentaren vun 15 bis 20 € geschwaat get . Gud qualitativ interkonnektabel Melder dei 12 Joer wartungsfrei sinn kaschten esou em 60 € . Also wann den Melder am Keller Dampentwecklung detekteiert piepsense alleguer am Haus . Et gin zeguer Modeller dei en klengen Scheinwerfer hun dei den Fluchtwee e bessen beliechten . Dei esou em 100 € . Kaaft wgl gud Qualitet bei engem Fachhandel .

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