Drei Spieltage vor Schluss der BGL Ligue steht die UNA Strassen zum ersten Mal
seit Mitte Oktober letzten Jahres auf einem Platz oberhalb der Abstiegszone. Die Vereinsbosse waren allerdings nicht vom 44-jährigen Roland Schaack überzeugt und haben Manuel Correia bereits für die anstehende Saison engagiert. Um den Klub trotzdem mit einem guten Gefühl verlassen zu können, muss Schaack aber zuerst das Ziel Klassenerhalt schaffen.

Tageblatt: Drei Termine stehen noch aus, wie groß ist die Anspannung vor den entscheidenden Partien?
Roland Schaack: Natürlich sehr groß. Tatsache ist, dass wir heute einen Tick besser dastehen als noch vor ein paar Wochen. Die Mannschaft hat sich das durch ihre Leistungen auch verdient. Wir haben uns endlich für die Trainingsleistungen belohnt. Einerseits fehlte uns zuvor das Quäntchen Glück, andererseits brachten wir uns durch individuelle Fehler auch mal gerne um den Lohn. Es könnte daran liegen, dass die Konzentration insgesamt gestiegen ist.

Gehen Sie davon aus, dass die definitive Entscheidung erst am 26. Spieltag bei einem direkten Finale gegen Rodange fallen wird?
Das kann durchaus sein. Allen drei Mannschaften, die noch direkt vom Abstiegskampf betroffen sind, stehen drei schwere Spiele bevor. Es kann sein, dass sich erst gegen Rodange entscheiden wird, wer absteigt, oder dass es um den Klassenerhalt oder den Relegationsplatz gehen wird. Noch ist alles möglich.

Letzte Woche wurde bekannt, dass man Sie nach der Saison durch Manuel Correia ersetzen wird. Ein unglücklicher Zeitpunkt, oder nicht?
Dafür gibt es nie einen guten Zeitpunkt. Mehr möchte ich zu diesem Thema auch nicht sagen. Wer etwas von Fußball versteht, der weiß, dass man eine Veränderung nicht durch einen Knopfdruck herbeiführen kann. Das braucht Zeit. Wir haben unsere Ausgangsposition ja verbessert. Wir müssen jetzt nach vorne schauen. So gut wie im Moment standen wir schon lange nicht mehr da …

Hatte diese Entscheidung Einfluss auf die Mannschaft?
Ja, bei einigen Spielern schon. Am vergangenen Wochenende wirkten wir im ersten Durchgang verkrampft. Das war in den Spielen zuvor nicht der Fall. In der Pause haben wir versucht, diese Einstellung abzulegen. Jeder weiß, worum es geht. Wir dürfen uns in dieser wichtigen Phase nicht vom Wesentlichen ablenken lassen.

In dieser Saison gab es bereits in der Meisterschaft und im Pokal eine Niederlage gegen die Escher Jeunesse. Woran lag es?
In der Coupe de Luxembourg haben wir wegen unglücklicher Schiedsrichterentscheidungen auf der „Grenz“ nicht gewonnen. Zu Hause waren wir unterlegen, weil unser defensives Umschaltverhalten nicht gut war und wir demnach auch zu viele Chancen zugelassen haben. Wir müssen diesmal eine Mischung aus beiden Spielen finden und Lehren aus unseren Fehlern ziehen.

Es kommt Ihnen nicht unbedingt entgegen, dass die Schwarz-Weißen noch im Rennen um Platz drei sind …
Sicher nicht. Am letzten Wochenende hat die Jeunesse beim Unentschieden gegen die Fola bewiesen, dass sie noch immer zu den besten Mannschaften des Landes gehört. Sie werden hochmotiviert gegen uns antreten. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns auf ein sehr schwieriges Match einzustellen.

Warum wird Strassen nächstes Jahr noch immer in der BGL Ligue vertreten sein?
Strassen schafft es, die Klasse zu halten, da das Team zu keinem Moment der Saison in Panik verfallen ist. Es wurde kontinuierlich in Ruhe weitergearbeitet. Zudem haben die Spieler, von denen es auch zu erwarten war, ihre Verantwortung übernommen.

Welche Spieler sind gemeint?
Alle, die gemeint sind, werden sich angesprochen fühlen.

Wie sieht Ihre eigene Zukunft aus? Wie geht es nach der Sommerpause weiter?
In wenigen Wochen bin ich wieder ein freier Trainer. Ich werde mich umschauen, ob sich etwas Interessantes präsentiert. Wenn nicht, habe ich nächste Saison wieder mehr Zeit für die Familie.

 

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