Der durchschnittliche Zinssatz für Luxemburger Haushalte die einen neuen Immobilienkredit (mit festen Zinsen) aufnahmen, ist im August auf einen historischen Tiefststand gefallen. Günstiger für Hauskäufer war dieser Zinssatz hierzulande noch nie. Das geht aus den neuesten Zahlen der Zentralbank hervor.

Nur noch 1,48 Prozent Zinsen wollten die Banken im August im Schnitt von ihren Kunden haben, die einen neuen Immobilienkredit mit festem Zinssatz abschlossen. Der tiefste Zinssatz der bisher in einem Monat von der Luxemburger Zentralbank gemessen wurde, waren 1,57 Prozent. Das war im Vormonat.

Auch bei neuen Immobilienkrediten mit variablen Zinsen war der geforderte Zinssatz im Monat August historisch niedrig: 1,45 Prozent. Tiefer war er bisher nur im Juli 2016, mit 1,41 Prozent. Im August 2008 lag der variable Zinssatz für Immobilienkredite noch bei satten 5,22 Prozent.

Niedriger als die Inflationsrate

Beide Zinssätze (fix und variable) liegen dabei unter der im Monat August von Statec gemessenen Geldentwertungsrate (Inflation). Diese lag bei 1,65 Prozent. Mit anderen Worten: Die Banken bezahlen damit  Kunden Darlehen aufnehmen.

Dass die Immobilienpreise in einem derartigen Zinsumfeld immer schneller steigen, ist nicht überraschend.

Laut „Le Logement en chiffres“ lagen die Immobilienpreise in Luxemburg im zweiten Quartal 2019 satte 11,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Bis 2018 stiegen die Preise um 7,1 Prozent, im Jahr 2017 um 5,6 Prozent und im Jahr 2016 betrug die Steigerung 6 Prozent.

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