Die Auftritte des F91 Düdelingen in der Europa League sind den Verantwortlichen der ausländischen Profivereine nicht entgangen. Sie alle wittern ein gutes Geschäft. Danel Sinani und Dominik Stolz sind am begehrtesten. Beim F91 will man Wechsel im Winter jedoch vermeiden.

Der 21-jährige Danel Sinani hat einen erfolgreichen Sommer hinter sich und zwei große Vorteile: Er ist jung und hat mit Düdelingen und der luxemburgischen Nationalmannschaft bewiesen, dass er sich auf internationalem Parkett durchsetzen kann. Erster Interessent war der Standard Liège (das Tageblatt berichtete). Mittlerweile haben auch Vereine aus der ersten und zweiten deutschen Bundesliga sowie der niederländischen Eredivisie die Fühler nach dem offensiven Mittelfeldspieler ausgestreckt, diese Tageblatt-Information wurde von Stefan Neumann bestätigt, der Sinani auf dem deutschen und niederländischen Markt zusammen mit seinem Partner Steffen Menze vertritt.

Nach der Partie gegen Olympiakos Piräus erkundigte sich dessen Sportchef Christian Karembeu höchstpersönlich nach Sinani und führte ein intensives Vier-Augen-Gespräch mit dem Talent, nachdem dieser gerade das erste Europa-League-Tor der Düdelinger erzielt hatte.

Bei seinem Verein F91 will man den Nationalspieler im Winter am liebsten nicht ziehen lassen. Sinani hat den Erstlizenz-Status, ist Stammspieler und könnte nicht gleichwertig ersetzt werden. „Wir können uns nicht mit der Idee anfreunden, dass er uns bereits in diesem Winter verlässt. Aber es gab bereits ein Gespräch mit Danel und seinem Vater. Sie liebäugeln mit einem Wechsel im Winter“, sagte F91-Präsident Romain Schumacher.

Auch Dominik Stolz ist in den Fokus ausländischer Vereine gerückt. Gegenüber dem Luxemburger Wort verriet der Deutsche, dass ein polnischer und ein US-amerikanischer Verein sich nach ihm erkundigt haben. Beim Verein aus Polen handelt es sich um Legia Warschau. Der Klub des Luxemburgers Chris Philipps hat laut Tageblatt-Informationen noch kein Angebot abgegeben. Die Scoutingabteilung des amtierenden polnischen Meisters beschäftigt sich aber intensiv mit der Personalie Stolz.
„Ein konkretes Angebot gibt es für beide Spieler nicht“, bestätigte Schumacher gestern. Für Stürmer David Turpel wurde hingegen eine konkrete Offerte abgeben. Der Spieler selbst zieht derzeit jedoch nicht in Erwägung, ins Ausland zu wechseln.
In den nächsten Wochen wird sich der Verein aus der „Forge du Sud“ jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den Wechselabsichten eines seiner Topspieler beschäftigen müssen.

Sinani und Stolz besitzen in ihren Verträgen keine Ausstiegsklausel, so dass der F91 noch eine für luxemburgische Verhältnisse hohe Summe aushandeln kann. Ein Weggang dieser Topspieler würde das Unterfangen Titelverteidigung in der BGL Ligue aber mit Sicherheit nicht vereinfachen.

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