Nach einer unglücklichen letzten Saison war für die Verantwortlichen in Petingen klar, dass der Kader vor allem Quantität dazugewinnen muss. Acht Neuzugänge hat man sich über die Sommerpause gesichert. Bleibt die Frage, ob die Neuzugänge auch die nötige Qualität mitbringen.

Von Pascal Gillen

Für den HB Petingen war es eine rabenschwarze Hauptrunde: Kein Sieg, nicht mal ein Unentschieden, nur Niederlagen. Am Ende standen in 14 Partien 14 Pleiten und ein Torverhältnis von -213 zu Buche. „Die Ursache waren die Abgänge in der Sommerpause, die uns größtenteils überrascht haben. Dazu kamen viele Verletzte und das hat den Kader enorm dezimiert“, erklärt HBP-Präsident Jean-Claude Muller. Teilweise verfügte die Mannschaft lediglich über sechs Feldspieler und einen Torhüter.

Die Petinger sind mit einem blauen Auge davongekommen, sie schafften es, die Relegationsrunde souverän als Tabellenerster zu überstehen. „Es kamen einige Spieler zurück. Auch Istvan Nagy war zu dem Zeitpunkt eine gute Verstärkung.“ Muller und Trainer Slobodan Colovic, der in seine dritte Saison mit dem HBP gehen wird, haben ihre Schlüsse gezogen: Mit den bescheidenen finanziellen Mitteln galt es während dieses Sommers, genügend Spieler zu verpflichten, um in der Breite gut aufgestellt zu sein. „Eine ähnliche Situation wie im Vorjahr, mit lediglich sieben Spielern anzutreten, geht einfach nicht. Klar ist uns auch, dass unter den Neuzugängen kein Spitzenspieler dabei ist. Aber die Priorität liegt in der Breite. Wir sind jetzt auch froh, einen zweiten Torhüter in unseren Reihen zu haben.“

Gleich fünf von den Neuzugängen sind das Niveau in der AXA-League noch nicht gewöhnt. Während der Sommerpause heißt es deswegen für die einzelnen Spieler, aber auch für das gesamte Team, sich zu finden. „Wir wollen Sechster werden, aber das wird sehr schwer. Mit Diekirch und Schifflingen haben wir zwei Konkurrenten um diesen Platz, die sehr stark sind.“ Mit dem Spiel gegen den HC Berchem liegt die Messlatte am ersten Spieltag gleich sehr hoch. Denn eine ähnliche Situation gab es im letzten Jahr: Dort traf man zum Saisonauftakt auch auf die Berchemer und ging mit 25:55 in der eigenen Halle unter. Eine Klatsche, die Petingen in diesem Jahr verhindern will.

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