Am Samstag geht die nationale Meisterschaft im Handball wieder los: Das Tageblatt wird daher die acht Herren-Teams der obersten Liga vorstellen. 

 


Nach dem zweiten Meistertitel in der Geschichte des Vereins war die Euphorie in Käerjeng so hoch wie selten zuvor. Erst kürzlich bestätigte die Mannschaft ihre Leistung aus dem Vorjahr, indem sie den serbischen Meister Nis im EHF-Cup ausschaltete. Für das Team um Trainer Dejan Gajic geht es darum, den Erfolg zu wiederholen.

Von unserem Korrespondenten Pascal Gillen

Nachdem die Hauptrunde der Vorsaison nur als Fünfter beendet wurde, gewann Käerjeng mit acht Siegen, einem Unentschieden und nur einer Niederlage in der Titelgruppe die Meisterschaft. “Über Zufriedenheit brauchen wir gar nicht zu reden”, freute sich HBK-Präsident Marc Sales. “Die letzte Saison war mit vielen Höhen und Tiefen verbunden. Aber manchmal braucht man das Glück des Tüchtigen. Wir haben zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen und sind einfach nur stolz, diesen Titel feiern zu dürfen.”

Mitte Januar entschied man sich in Käerjeng dafür, den damaligen Trainer Dimitris Dimitroulias durch Dejan Gajic zu ersetzen, der parallel dazu bereits die Damen-Mannschaft trainierte. Dass der Serbe am Ende sowohl mit den Damen als auch mit den Herren auf Platz eins landete, ist laut dem Präsidenten ein “unfassbarer Erfolg”. In diesem Jahr geht es für den Verein, trotz des Erfolges im EHF-Pokal, wieder um die Meisterschaft. Der europäische Wettbewerb wird dabei gerne als etwas Besonderes mitgenommen. “Wenn wir sehen, welche Mannschaften nach Luxemburg kommen könnten, motiviert uns das schon. Da sind große europäische Namen dabei. Aber dafür müssen wir erst gegen Bocholt über uns hinauswachsen. Ganz klar ist, dass wir uns auf die Liga fokussieren wollen.”

Kein Rückstand

Der Hunger auf Titel ist in Käerjeng nach dem letzten Jahr also nicht gestillt. Ein dritter Meistertitel innerhalb von fünf Jahren würde wohl auch die letzten Kritiker verstummen lassen. “Es gibt fünf Mannschaften, die alle Erster werden können. Wir werden uns aber nicht zurücklehnen und werden ganz oben angreifen.”

In der Sommerpause hat sich im Spielerkader des Meisters einiges getan. So groß die Freude über die Rückkehr von Francesco Volpi und den Wechsel von Nationalspieler Pierre Veidig war, trübte vor allem ein Abgang die Stimmung. “Wir haben Spieler, die uns verlassen haben, das mussten wir kompensieren. Die Qualität eines Tom Meis zu finden ist natürlich schwierig, aber wir haben es ganz gut geschafft.”

Von Vorteil könnte es für die Käerjenger sein, dass sie bereits im Wettkampfmodus sind. “Das Spiel im Supercup gegen Berchem kam zu früh. Wir haben etwas später mit der Vorbereitung angefangen. Aber die Meisterschaft wird sowieso erst in der Titelgruppe entschieden und da müssen wir auf den Punkt fit sein.” Im Gegensatz zum letzten Jahr will man in Käerjeng aber nicht wieder mit demselben Rückstand in die Titelgruppe starten. Den Anfang kann der Meister morgen gegen Diekirch machen.


Im Überblick

Vereinsfarben: Grün-Schwarz

Meister: 2014, 2018

Pokalsieger: 2004, 2008, 2015, 2016

Internet: www.hbk.lu

Spielerkader

Tor: Chris Auger (1983), Jerome Michels (1992, Feldspieler: Vladimir Temelkov (1980), Milasin Trivic (1993), Francesco Volpi (1986), Loris Nicoletti (1991), Zoran Radojevic (1981), Tomaso Cosanti (1988), Duc Vinh Nguyen (1985), Kostas Giannopoulos (1990), Yacine Rahim (1993), Mikel Molitor (1993), Jacques Tironzelli (1999), Pierre Veidig (1996), Eric Schroeder (1989), Benny Ewald (2000), Martin Hummel (1982), Jakub Lallemang (2000), Max Orban (2001), Philippe Graas (1999)

Abgänge: Audray Tuzolana, Nikos Loizos, David Milicevic (alle Ziel unbekannt), Tom Meis (Red Boys), Yvano Bianchini (Petingen)

Neuzugänge: Francesco Volpi (HC Visé/B), Yacine Rahim (Metz/F), Pierre Veidig (Valence/F), Jakub Lallemang, Max Orban, Philippe Graas (alle HBK-Jugend)
Trainer: Dejan Gajic (2. Saison)

Das Programm
15.9../17.11.: Käerjeng – Diekirch
22.9./24.11: Berchem – Käerjeng
26.9./5.12.: Käerjeng – Red Boys
29.9./8.12.: Schifflingen – Käerjeng
6.10./15.12.: Käerjeng – Petingen
13.10./2.2.: Esch – Käerjeng
10.11./9.2.: Käerjeng – HBD


Bereits erschienen in unserer Handball-Serie:

Handball in Luxemburg: Der CHEV Diekirch hat große Ambitionen

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