Am Samstag geht die nationale Meisterschaft im Handball wieder los: Das Tageblatt wird daher die acht Herren-Teams der obersten Liga vorstellen. Beim dritten vorgestellten Team handelt es sich um den Handball Esch.


Beim Fusionsverein blickt man nur ungern auf die letzte Spielzeit zurück. Nach dem Double-Gewinn in der Vorsaison machte u.a. eine beängstigende Verletzungs-Seuche den Ambitionen, die Titel zu verteidigen, einen Strich durch die Rechnung. Dieses Jahr hat das Escher Team sich wieder hohe Ziele gesetzt.

Von unserem Korrespondenten Marc Karier

Markus Burger musste seinen Trainerstuhl wegen Differenzen mit Spielern und den Verantwortlichen noch vor dem Start in die Titelgruppe räumen. Das vorzeitige Pokalaus gegen Käerjeng und ein fünfter Platz in der Meisterschaft waren dennoch nicht zu vermeiden und sorgten für Ernüchterung. Zu diesem Zeitpunkt stand der Name des Trainers für die neue Saison schon fest.

André Gulbicki, der mit Berchem und Düdelingen bereits Titel in Luxemburg gesammelt hat, soll die Escher in die Erfolgsspur zurückbringen. „Ich kenne die Erwartungen. Ziel ist es, um den Titel mitzuspielen. Der Kader hat das nötige Potenzial dafür“, meinte der zuversichtliche HBE-Coach.

In erster Linie gilt es für die einen, gesund zu bleiben, und für die anderen, nach Verletzungen wieder Wettkampfniveau zu erreichen. Max Kohl und Mario Jelinic sind nach Kreuzbandrissen fit, während Martin Muller und Tom Quintus im Aufbau sind. Nach dem Weggang von Dany Scholten wird Tom Krier auf der rechten Flanke in der Verantwortung sein.

Der Kader hat im Vergleich zum Vorjahr ein beinahe unverändertes Gesicht. Marzadori, Scholten und Cherouveim haben den Verein verlassen. Mit Romain Labonté übernimmt ein Urgestein einen Stand-by-Posten. Der 44-Jährige steht im Notfall bereit. Einziger Neuzugang ist Moritz Barkow. Der routinierte Deutsche ist Kreisläufer und war vorher auch schon in der zweiten deutschen Bundesliga (Wilhelmshaven, Fendorf) aktiv.

„Er ist ein kompletter Spieler und eine Top-Verstärkung, die uns weiterbringt“, lobte Gulbicki die Qualitäten des Neuzugangs. „Ich werde nicht alles über den Haufen werfen. Die Spieler müssen sich aber an einen neuen Trainerstab und andere Trainingsmethoden gewöhnen.“

Dass die Mannschaft eingespielt und routiniert ist, sieht Gulbicki bei allen Vorteilen als zweischneidiges Schwert: „Routine kann kontraproduktiv sein. Hier spüre ich aber den Willen, etwas zu erreichen …“



Im Überblick

 

Vereinsfarben: Schwarz-Weiß

Meister: 2002, 2003, 2004, 2007, 2010, 2013, 2017

Pokalsieger: 2002, 2011, 2012, 2014, 2017

Internet: www.handballesch.lu

Spielerkader

  • Tor: Petros Boukovinas (1994), Kenan Hadrovic (2000), Rajko Milosevic (1981)
  • Feldspieler: Enes Agovic (1992), Moritz Barkow (1988), Bruce Biren (1993),
    Christian Bock (1988), Mario Jelinic (1987), Max Kohl (1991), Julien Kohn (1992), Tom Krier (1993), Loris Labonté (2001), Romain Labonté (1973), Dimitri Mitrea (2000), Luca Muller (2000), Martin Muller (1988), Tom Quintus (1988), Elias Puissegur (1998), Sacha Pulli (1990), Adel Rastoder (2000), Luca Tomassini (1997), Alexandros Vasilakis (1979), Félix Werdel (2000), Tom Wirth (1999)
  • Neuzugang: Moritz Barkow (HG Saarlouis/D)
  • Abgänge: Dany Scholten (Berchem), Sascha Marzadori (Red Boys), Spyridon Cherouveim (unbekannt)
  • Trainer: André Gulbicki (1. Saison)

Das Programm:

  • 15.9./17.11.: Esch – Red Boys
  • 23.9./24.11.: Schifflingen – Esch
  • 26.9./6.12.: Esch – Diekirch
  • 3.10./8.12.: Berchem – Esch
  • 6.10./15.12.: HBD – Esch
  • 13.10/2.2.: Esch – Käerjeng
  • 10.11/9.2.: Esch – Petingen

Bereits erschienen in unserer Handball-Serie:

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