Ende August lagen die grünen Rohre noch im “Lavalspark” – seit Mittwoch rutschen Kinder in der “Escher Schwämm” dadurch. Kurz vor der “Rentrée” wurde im Schwimmbad die alte Rutsche durch eine neue ersetzt und es wurden ein paar andere Neuerungen durchgeführt.

Traditionell schließt das Escher Schwimmbad in den letzten drei Wochen der Sommerferien seine Türen für eine gründliche Putzaktion. Die Belüftung wird kontrolliert, das Wasser wird ausgetauscht, die Filter- und Wassertechnik wird auf den neuesten Stand gebracht und es werden Reparaturen an Fliesen und Becken durchgeführt.

Obwohl das Schwimmbad für Besucher geschlossen bleibt, haben die Mitarbeiter keinesfalls frei. „Wir nutzen die Zeit, um unser Putzpersonal und unsere Bademeister in Fortbildungen zu schicken, zum Beispiel um den Erste-Hilfe-Kurs aufzufrischen“, sagt Mike Fandel, Technischer Leiter der „Escher Schwämm“.

Neben den ganzen Routineaufgaben, die am Ende jedes Sommers anstehen, wurde sich in diesem Jahr darum gekümmert, das Schwimmbad attraktiver zu gestalten. Das Highlight ist die grüne Rutsche, die an den Platz der alten, weiß-blauen getreten ist. Diese hatte den Eschern 16 Jahre lang treu gedient und musste nun weichen. „Sie war zwar noch gut, hätte aber an einigen Stellen ausgebessert werden müssen. Wir wollten einfach in etwas Attraktiveres investieren“, sagt Fandel. Es gebe schließlich viel Konkurrenz, was Schwimmbäder anbelangt.

Obwohl die neue Rutschbahn gleich verläuft, ist sie schneller, sicherer und spektakulärer als die alte. Das Rohr ist über die ganze Länge geschlossen, sodass die Kinder nicht in der Mitte aufstehen können. Durchsichtige Streifen sorgen beim Rutschen stellenweise für eindrucksvolle Lichteffekte in dem sonst dunklen Rohr.

Rutschen als Belohnung

Am Mittwoch war der deutsche TÜV in der „Escher Schwämm“, um die Rutsche auf Herz und Nieren zu prüfen. Der detaillierte Bericht wurde zwar noch nicht abgegeben, aber der TÜV gab sein „Go“, und so haben die ersten Kinder den neuen Planschspaß bereits eingeweiht. „Das Rutschen ist immer so eine Art Belohnung für die Kinder, wenn sie den Schwimmkurs geschafft haben“, sagt Fandel.

Aber nicht nur die Rutsche ist neu. Der luxemburgische Künstler Daniel McLoyd hat die Wände rund um das Kinderbecken mit submarinen Motiven besprayt. Wo zuvor nur Blau und Weiß war, schwimmen nun bunte Fische in einem farbenfrohen Korallenriff.

Die Terrasse im Außenbereich wurde um das Doppelte vergrößert und mit neuem Holzboden ausgelegt. Auf einer Fläche von 300 Quadratmetern finden sowohl Sonnenanbeter ihren Platz als auch diejenigen, die lieber im Schatten unter den Bäumen liegen. „Die Glasfenster, durch die das Kinderbecken zu sehen ist, können aufgeschoben werden“, erklärt Fandel. Mütter, die sich draußen entspannen, haben so ihre Sprösslinge perfekt im Blick.

Zum Schluss gestattete Mike Fandel noch einen Einblick in die Zukunftspläne der „Escher Schwämm“. Bis 2022 sei geplant, den Wellnessbereich auszubauen und attraktiver zu gestalten. „Wir haben gestern den Architekten getroffen, um über das Vorprojekt zu sprechen“, fügt der administrative Leiter Jean Wagner hinzu. Auch eine höhere und spektakulärere Rutsche im Außenbereich sei in Planung, um verstärkt Jugendliche anzusprechen.

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