Entweder gibt es noch keine konkreten Ideen für die avisierte Steuerreform im Land – oder der Finanzminister Pierre Gramegna (DP) lässt sich nicht in die Karten blicken. In einem Interview mit RTL blieb er jedenfalls denkbar allgemein.

Die Reform solle eine “Individualisierung” der Steuer erreichen, bei der der “Mensch im Mittelpunkt” stehen soll. Zudem müssten dringend auch Umweltaspekte, wie der Klimaschutz, in Betracht gezogen werden. Das sagte Gramegna am Donnerstagmorgen (11.7.) bei RTL.

Immerhin erklärte der 61-Jährige, das Land benötige “eine Modernisierung auf anderen Ebenen” und verwies dabei auch auf den jüngsten OECD-Bericht zu Luxemburg: Dieser habe Wege aufgezeigt, wie etwa der Wohnungsnot begegnet werden könne. Eine Erhöhung der Grundsteuer sei da eine Möglichkeit.

Wie stark und für wen die Steuer steigen könnte, sei aber noch völlig unklar: “Soweit sind wir noch nicht”, erklärte der Finanzminister am Morgen. Man habe auch “noch nicht gerechnet”. Definitiv sollen Hauptwohnsitze aber nur marginal betroffen sein, versprach er.

Freude über Versammlung der AIIB

Dass am 12. und 13. Juli die Jahreshauptversammlung der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) in Luxemburg stattfindet (Link zur Website), sieht Gramegna als sehr positives Zeichen. Die Chinesen hätten es Luxemburg “hoch angerechnet”, dass das Großherzogtum als “erstes nicht-asiatisches Land” der multilateralen Entwicklungsbank beigetreten ist.

Die Hauptversammlung, zu der mehr als 1500 Deligierte erwartet werden, zeige, wie respektiert Luxemburg als Finanzplatz sei.

Befürchtungen, die Bank sei ein verlängerter Arm für chinesische Interessen, wollte Gramegna nicht teilen: Die AIIB, die ja praktisch nach dem Vorbild der Europäischen Investitionsbank (EIB) gebildet worden sei, sei “inzwischen eine Bank mit 100 Aktionären, wovon China nur ein einzelner ist”. Zudem fände ja der größte Teil der von der AIIB betreuten Investitionen gar nicht in China statt. Es gehe ja tatsächlich um das hehre Ziel, “die neue Seidenstraße zu beleben und dabei nachhaltig zu wirken”.

8 Kommentare

  1. Die Chinesen wollen nachhaltig wirken, der Trump hat es doch gesagt, siehe Stahlexporte, Elektromobilität, siehe Afrika. Also bitte nicht widersprechen, die haben sogar einen unserer Hochöfen!!! Was ist mit den so gelobten Menschenrechten. Wenn es um’s Geld geht sind alle blind.

  2. Ohne Zweifel ist die AIIB eine Alterntive zur World Bank usw…wo Asien eben nicht so zum Zuge kommt, wir haben ja auch in der EU unsere EIB für unsere Belange…..

  3. Immer wenn das Wort Reform auftaucht, sollte der Leser hellhörig werden. Es gibt noch keine konkreten Ideen zur
    avisierten Steuer, im Mittelpunkt aber wird der Mensch (der Steuer-Zahler) stehen. Und schon ist die Katze aus dem Sack; eine ERHOEHUNG der Grundsteuer kann man sich vorstellen. freundlichst

  4. Der Gratis öffentliche Transport wird jetzt auf alle verteilt, davor haben nur die Benutzer bezahlt. Der Unternehmer bekam noch immer die Busse gestellt, eigentlich haben wir schon immer alle bezahlt, aber jetzt wird die Tram noch obendrauf gerechnet. Und weil es immer noch nicht reicht, führt die nächste Regierung wieder ´Tikets to Ride‘ ein. Und ein befreundeter Unternehmer des nächsten (Henri) Transportministers darf wieder überteuerte Ticketlesemaschienen auf jeder Haltestelle aufstellen.

  5. et kann een denen Politiker einfach net mei nolauschteren.Wou liewen dei eigentlech???? an dann lues a lues eis d’Land un d’Chinesen oftrieden.Ech hun gleich Pensioun.Dann get d’Bud verkaaft an ech machen mech vum Acker.Raus aus deser Banananrepublik.D’Kaafkraaft helt emmer mei oof a mir kre’en donieft emmer mei ofgeholl.Et get een emmer mei un den Ancien Régime erennert.Mais deck optrompen an pavillon bauen fri 30 Mio doran si mer gudd.Mir mussen jo en nation-branding machen.

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