Mittlerweile ist es genau drei Monate her, dass Gilles Muller die letzte Partie seiner Karriere bestritten hat. Die Zeiten, in denen alles auf den Sport ausgerichtet war, sind für ihn definitiv vorbei. Jetzt gelten für den 35-Jährigen ganz andere Prioritäten.
15.26 Uhr Ortszeit in New York. Nach einem langen und erbitterten Kampf gegen Lorenzo Sonego musste Gilles Muller in der ersten Runde der US Open eine Fünfsatz-Niederlage hinnehmen. Es war seitdem das letzte Mal, dass Luxemburgs bester Tennisspieler aller Zeiten einen Schläger in der Hand hielt. Für den 35-Jährigen ging damit auch eine Leidenszeit zu Ende. 2018 war für den Linkshänder wegen seiner Ellbogenverletzung nämlich eine regelrechte Qual. “Ich habe mehr Zeit beim Physiotherapeuten verbracht als auf dem Platz. Das hat in dieser Saison einfach keinen Spaß mehr gemacht”, gibt “Mulles” zu verstehen.
Mit dem Karriereende hat sich auch die ganze Lebensweise von Muller schlagartig verändert. Die Zeiten, in denen fast jede einzelne Sekunde durchgeplant sein musste, sind nun definitiv vorbei. “Mein Tagesablauf ist definitiv viel entspannter geworden. Ich kann mal etwas Spontanes unternehmen und vor allem mehr von meinen Wochenenden profitieren. Früher hatte ich quasi nie die Möglichkeit, einmal richtig auszuschlafen, weil morgens schon die erste Trainingseinheit auf mich wartete. Ich habe stets nach einem sehr strikten Plan gelebt: Die Schlaf- und Trainingszeiten sowie der Essensplan waren vorgegeben.”
Bei Turnieren war das Programm noch geregelter. Am Tag ...








